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Eschweiler: Stevens Herz hängt an Sport und SPD

Eschweiler : Stevens Herz hängt an Sport und SPD

„Ich galt in der politischen Auseinandersetzung als laut und hart, aber immer als Mensch mit Herz.” Diesem Urteil können sich wohl alle, die seinen Lebensweg in den vergangenen Jahrzehnten begleitet haben, anschließen.

Am Sonntag feiert dieser „Vollblutpolitiker” seinen 75. Geburtstag: Martin Stevens.

Aktiver Mensch

Alle Ämter und Aufgaben aufzuzählen, die Martin Stevens in seinem Leben inne hatte und übernommen hat, ist fast unmöglich. „Ich war immer ein aktiver Mensch”, begründet er sein Engagement, dass sich keineswegs auf Politik beschränkte.

Dem Schwimmsport ist er bis heute verbunden und auch der Gewerkschaft „ÖTV” gehörte sein Herz.

Das Licht der Welt erblickte der „Röthgener Junge” am 1. Februar 1929 im St.-Antonius-Hospital.

Schwimmmeister

Nach dem Besuch der Karlschule und dem Berufsschulabschluss begann er bei der Firma Neuman eine Lehre zum Modelltischler. Diese Tätigkeit übte er bis 1953 auch bei den Firmen Hoffmann und Joussen aus. Am 1. Juli des Jahres trat er die Schwimmmeisterstelle in Weisweiler an.

Sechs Jahre zuvor hatte er privat das große Los gezogen, als er seine Frau Ilse heiratete. Mit ihr verlegte er 1963 seinen Lebensmittelpunkt nach Weisweiler, als das Paar ein Haus „Im Eichelkamp” baute.

Der Startschuss in der Politik fiel 1965, als der begeisterte Skiläufer in die SPD eintrat. Drei Jahre später zog er in den Dürener Kreistag ein. Vehement stritt er Anfang der 70er Jahre gegen die Eingliederung Weisweilers.

„Mir schwebte eine Westgemeinde Inden, Langerwehe, Weisweiler vor”, begründet Martin Stevens seinen vergeblichen Kampf.

1972 trat er die Nachfolge von Willy Oellig als Personalratsvorsitzender der Stadt Eschweiler an. In den Landtag zog er schließlich 1985 ein. „Der Schritt vom Kreis Düren nach Aachen war bereits groß, der Richtung Düsseldorf jedoch gewaltig.”

Nach zwei Legislaturperioden verzichtete der vierfache Vater 1995 auf eine dritte Kandidatur, um fünf weitere Jahre im Kreistag tätig zu sein. Dort führte er seit 1991 bis 1999 die SPD-Fraktion an, bevor er auch aus dem Kreistag ausschied.

Auch Sport wichtig

Neben der Politik spielte der Sport immer eine tragende Rolle im Leben von Martin Stevens. Der ehemals aktive Brustschwimmer war seit 1947 im Vorstand der damaligen Schwimmabteilung des ETV tätig. 1955 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Schwimmabteilung von Fortuna Weisweiler, aus der ein Jahrzehnt später die Wasserfreunde hervorgingen. Bei ihnen hat Martin Stevens nach wie vor das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden inne.

Und auch auf Skibrettern fühlt sich der Bundesverdienstkreuzträger wohl, was er auf den Pisten rund um St. Anton beweist.

Gemeinsam mit Frau Ilse, den Kindern Waltraud, Brigitte, Elke und Thomas sowie sieben Enkeln und sechs Urenkeln wird Martin Stevens seinen Geburtstag im Familienkreis begehen. Nicht zu vergessen Schäferhund Kerry, mit dem er zweimal täglich Weisweiler durchstreift.