Eschweiler: Städtisches Gymnasium startet mit vielen Neuerungen ins Schuljahr

Eschweiler: Städtisches Gymnasium startet mit vielen Neuerungen ins Schuljahr

Es ist ganz schön dick geworden. 84 Seiten umfasst das Jahrbuch des Städtischen Gymnasiums (SGE). Packevoll mit Fotos und Infos: über die Ganztagsangebote des SGE, über die Schülervertretung, die Junior-Ingenieur-Akademie, das Projekt „Kreatives Schreiben“, die Internationalen Klassen, den Schüleraustausch mit Frankreich und und und... Und natürlich mit den Fotos aller Klassen.

In einer Auflage von 750 (fast schon vergriffenen) Exemplaren ist es auf den Markt gekommen. das erste „richtige“, aufwendig gestaltete Jahrbuch des Gymnasiums, redaktionell aufbereitet von Anke Fries-Ewert. „Die Vorgängerausgabe im vergangenen Jahr war dagegen noch ein Heftchen“, freut sich Schulleiter Winfried Grunewald über den ansehnlichen, mit Hilfe des Vereinigung der Freunde und Ehemaligen herausgebrachten „Schinken“.

Der ist nicht das einzige Neue, mit dem die Schule aufwarten kann: Sie hat eigens den Verein „Kulturinitiative Städtisches Gymnasium Eschweiler“ gegründet, um am Ende dieses Monats eine neue Veranstaltungsreihe starten zu können. Eine, die sich sehen lassen kann. Im wahrsten Sinne des Wortes: „NiXX wie hin“ ist die Serie von Musik- und Theateraufführungen für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren und ihre Familien überschrieben, die in der jetzt beginnenden Spielzeit mit sechs besonderen Nachmittagen in der Aula und auf dem Hof des Gymnasiums aufwartet.

Eine Spielzeit, die mit einem Open-Air-Konzert beginnt: Die Kölner Kinderband „Pelemele!“, bekannt aus der Kölner Kinderstunksitzung, nimmt ihr Publikum am 30. September ab 16 Uhr mit auf eine rockige Abenteuerreise. Im November reist ein Figurentheater aus Belgien an, um „Peter und der Wolf“ aufzuführen, im Januar ist das Theaterstück „Engel mit nur einem Flügel“ geplant, im März folgt die Spielshow „Spiel ohne Grenzen“, im April zeigt das Figurentheater „rosenfisch“ das Stück „Herr Minkepatt und seine Freunde“, und im Juni endet die erste Saison open air mit „Jabahee“, einem Kindermusiktheater zum Mitmachen.

Aber nicht nur an die Kleinen ist in Sachen Kultur gedacht: Mit der Aufführung von Patricia High-smith‘s „Der talentierte Mr. Ripley“ am 2. Oktober zieht auch das Grenzlandtheater ins Gymnasium an der Peter-Paul-Straße ein.

Vor Jahren im Kino an der Marienstraße beheimatet, trat die Grenzlandtruppe zuletzt in der Weisweiler Festhalle auf, um sich jetzt doch einen deutlich zentraler gelegenen Spielort zu suchen. In der Aula des SGE hat es ihn gefunden: Hier ist das renommierte Theater ab sofort mit acht Produktionen im Jahr zu erleben. „Das ist nicht nur für Theaterfreunde aus der Stadt, die sich den langen Weg nach Weisweiler ersparen können, eine runde Sache“, freut sich Lehrerin Angela Luz. „Das bindet auch unsere Schüler — zum Beispiel die aus den Literaturkursen und der Theater-AG, enger ans Theater.“ „Und die Schüler profitieren zudem vom Getränkeverkauf bei den Aufführungen“, sieht Grunewald einen weiteren ganz praktischen Vorteil der Kooperation von Schule und Theater.

Und es gibt noch mehr Sachen in Sachen Städtisches Gymnasium: Die aufwendig gestaltete „Stadt Eschweiler Schul-App“ geht jetzt offiziell in Betrieb. Eine App, mit der sich Smartphone-Nutzer über Stundenpläne, Klassenarbeitstermine (sicher auch für Eltern nicht uninteressant), Vertretungspläne und weitere relevante Daten, Termine und Infos zur Schule informieren können. Die von einem Spezialanbieter ausgearbeitete App ist verlinkt mit der Homepage des SGE — alle dort erscheinenden Infos zur Schule sind auch über die App abrufbar.

Eine App, die später einmal von allen Eschweiler Schulen genutzt werden soll — „wir sind die Pilotschule“, freut sich Grunewald.

Freuen kann er sich auch über den Ausbaustand der Schulgebäude: Ab Herbst werden alle Kurs- und Klassenräume flächendeckend mit Internet-Anbindungen ausgestattet. Und die Aula bekommt derzeit ein neues Dach. In Topzustand präsentieren sich jetzt, nach den Sommerferien, auch das Lehrerzimmer, das mit einer neuen Küche nebst gemütlicher Sitzecke ausgestattet wurde, sowie die Biologie-, Chemie- und Physikräume, die komplett neu eingerichtet wurden — haustechnische Installationen und Labortechnik inbegriffen.

Komplett neu präsentieren sich auch die Toilettenanlagen am Schulhof, die zur Erleichterung der Schüler nach gut einem halben Jahr Bauzeit die Container auf dem Hof ersetzen: modern, hell — und (fast) noch graffitifrei. Und erstmals in seiner Geschichte verfügt das Städtische Gymnasium nun auch über eine Behindertentoilette. Was auch manchem nicht schulpflichtigen Indestädter einen Besuch der Schule z.B. zu Theateraufführungen angenehmer macht.

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