Eschweiler-Weisweiler: Stadtmeisterschaft: Dürwiß siegt und tritt am Freitag nicht an

Eschweiler-Weisweiler: Stadtmeisterschaft: Dürwiß siegt und tritt am Freitag nicht an

Germania Dürwiß hat am Donnerstagabend ein weiteres unrühmliches Kapitel aufgeschlagen. Erst gewann das Team gegen den SC Berger Preuß im Elfmeterschießen, um dann bekannt zu geben, dass man am Freitag auf Grund personeller Probleme nicht antreten könne.

Somit qualifizierte sich der SC Berger Preuß doch noch fürs Semifinale, wie auch der SV St. Jöris. Den Zuschauern wurde einmal mehr fußballerische Magerkost geboten.

Rhenania Lohn — SV St. Jöris 0:1 (0:1)

Auf dem Papier ging der A-Ligist Rhenania Lohn als Favorit ins Rennen. Auf dem Feld war davon nicht viel zu sehen. Die stark verjüngte Elf des neuen Trainers Daniel Grewe erwischte zwar den besseren Start, als Philipp Rinkens den ersten Warnschuss setzte, ansonsten zeigte der SV St. Jöris jedoch die bessere Spielanlage. Bis zur 15. Minute geschah nicht viel, dann markierte Maik Engelhardt mit seinem zweiten Turniertreffer das 1:0 für den B-Ligisten.

Zuvor war Tobias Streußer zweimal an der Lohner Abwehr gescheitert, Engelhardt drosch den Ball humorlos in die Maschen. Nach der anschließenden Getränkepause hatte die Rhenania gleich zweimal die Chance zum Ausgleich. Erst scheiterte Philipp Rinkens, dann traf Robert Smyslo nur den Querbalken. Kurz vor der Halbzeit bot sich dem St. Jöriser Manuel Clemens die Chance zum 2:0, sein Abschluss aus spitzem Winkel war jedoch zu schwach.

In der 2. Hälfte bemühte sich Lohn, kam aber kaum zu gefährlichen Aktionen. Der SV St. Jöris hatte mehrfach die Möglichkeit, bei Kontern zur Entscheidung zu kommen, jedoch wurde der Ball meistens vertändelt. Die gefährlichste Aktion bereitete Manuel Clemens vor, dessen Hereingabe Tobias Streußer nur knapp verpasste. Ein letzter Angriff der Rhenania verpuffte.

Berger Preuß — Germania Dürwiß 3:4 n.E. (0:0)

Gespannt warteten die Zuschauer auf die Germania, die nach dem Abstieg von der Mittelrheinliga bis in die Kreisliga B in der Vorwoche beim Blausteinsee-Cup nicht angetreten war. Donnerstag war Dürwiß da. Gut, ohne Auswechselspieler, aber die Mannschaft von Benny Jakobs, der die Fußballschuhe für den Notfall geschnürt hatte, stand auf dem Platz und — um es vorweg zu nehmen — machte ein überraschend gutes Spiel.

Wobei auch für diese Partie galt: Fußballerisch war es wenig. Yasar Tas und Adrian Tolaj hatten die ersten Chancen für die Dürwisser Germania, auf der Gegenseite hatte Thimo Grubert eine gute Gelegenheit. Beide Torhüter verlebten eine ruhige 1. Hälfte und folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabine.

Nach dem Wechsel hatte der Berger Preuße Christoph Roderburg die erste gute Szene, als er nach schöner Vorarbeit von Rafael Wolff verzog. Sebastian Herf hatte kurz darauf gleich zweimal die Chance zum 1:0. Einmal zielte er zu ungenau, beim zweiten Versuch wurde er abgeblockt. Dann war es wieder Thimo Grubert, der aus aussichtsreicher Freistoßposition ein wenig zu hoch zielte. Die Partie plätscherte ohne großes Tempo danach vor sich hin.

Adrian Tolaj bewies dann sein feines Füßchen, legte auf Patrick Cerha ab, der Schuss des Germanen war für Jochen Wark im Preußen-Tor jedoch kein Problem. Mit dem Schlusspfiff hätte Adrian Tolaj fast das 1:0 für Dürwiß markiert, er scheiterte aber.

So musste das Elfmeterschießen entscheiden. Hier der (nunmehr unnötige) Überblick des Schießens Berger Preuß — Germania Dürwiß: 1:0 Christoph Roderburg, 1:1 Marcel Fila, 2:1 Rafael Wolff, 2:2 Patrick Gassler, 3:2 Sebastian Herf, 3:3 Adrian Tolaj, Max Hüskens verschießt, 3:4 Patrick Cerha, Patrick Draheim verschießt. Dennoch steht der SC Berger Preuß im Halbfinale. Die Spiele am Freitagabend sind um 18 Uhr und um 19.30 Uhr.

(tob)
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