Eschweiler: Stadt will Schulden selbst eintreiben

Eschweiler: Stadt will Schulden selbst eintreiben

Ein Inkasso-Unternehmen wird wohl vorerst nicht die Arbeit der Stadt Eschweiler unterstützen.

Dies wird die Ratsmehrheit am Mittwoch in der Sitzung beschließen. Die CDU hatte den Antrag gestellt, einen „externen Dienstleister” einzuschalten, der „kurzfristig die Kassenverwaltung unserer Stadt entlasten und die Gesamtsituation verbessern” soll.

Bürger schulden der Stadt etwa 2,3 Millionen Euro, weil sie ihre Bußgelder, Steuern und Unterhaltsvorschusszahlungen nicht beglichen haben.

Die Stadtverwaltung spricht sich gegen eine externe Unterstützung aus, weil sie selbst derzeit ein Forderungsmanagement entwickelt, das im zweiten Halbjahr 2011 greifen soll.

Zudem gibt es nach Ansicht der Stadt juristische Hürden: Zum einen werden sensible private Daten behandelt, zum anderen ist die Einbindung Dritter bei der Steuereintreibung untersagt. Offen lässt die Stadt, sich in Einzelfällen doch „externe Unterstützung” zu holen.

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