Stadt engagiert sich mit "Eschweiler 2030" weiter für Nachhaltigkeit

„Eschweiler 2030“ : Eine Vision für die Nachhaltigkeit mit eigener Marke

Nachhaltigkeit ist nicht nur Klimaschutz. Auch die soziale und wirtschaftliche Komponente zählen mit dazu. Um alle Aktionen und Projekte zu bündeln, hat die Stadt die Dachmarke „Eschweiler 2030“ entwickelt. Was hat es mit dieser Vision auf sich?

Eine Dachmarke für alle Aktionen rund um das Thema Nachhaltigkeit war das Ziel der Stadt, als sie „Eschweiler 2030“ entwickelte. Unter dieser Marke werden städtische Angebote und Projekte gebündelt und kommuniziert, um sie für den Bürger nachvollziehbarer und verständlicher zu machen. Dabei ist eine Sache besonders wichtig: Es geht nicht nur um den Klimaschutz.

„Viele setzen Nachhaltigkeit mit dem ökologischen Aspekt gleich, aber es gibt auch noch die wirtschaftliche und die soziale Komponente“, erklärt Klimaschutzmanagerin Katharina Schulz. „Eschweiler 2030“ soll alle diese Teile vereinen und das abstrakte Wort Nachhaltigkeit greifbarer machen.

Das Logo in den Stadtfarben blau und gelb zeigt deshalb Bereiche Eschweilers, die mit den verschiedenen Aspekten etwas zu tun haben. So etwa das Krankenhaus als Wirtschafts- und Sozialfaktor sowie ein Windrad für den Energiewandel. „Wir wollen ja die Energiestadt bleiben, die wir durch die Braunkohle schon immer gewesen sind. Aber hier soll im Rahmen des Strukturwandels ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden“, betont Schulz.

Mit der Dachmarke will die Stadt zeigen, dass jeder zur Nachhaltigkeit beitragen und etwas bewirken könne. Denn sie sieht sich auch als Berater und Informationsquelle für engagierte Privatleute, Unternehmen und Vereine. Ein Beispiel: Wenn ein Verein seine Veranstaltung plastikfrei organisieren möchte, aber nicht genau weiß, welche Alternativen und Möglichkeiten es gibt, zeigt die Stadt diese auf.

„Die Krux bei der Nachhaltigkeit ist, die Bürger mitzunehmen, aber gleichzeitig schnell zu handeln“, sagt Eberhard Büttgen von der Stabstelle nachhaltige Entwicklung. Man müsse die notwendigen Schritte natürlich gehen, dürfe sie aber nicht überstürzen, damit die Stimmung nicht kippe. „Eschweiler 2030“ ist ein Projekt, bei dem alle mitziehen können. Die Jahreszahl 2030 haben die Verantwortlichen gewählt, da zu dem Zeitpunkt der Strukturwandel schon deutlich weiter vorangeschritten sein sollte. Katharina Schulz fasst es so zusammen: „Die Dachmarke soll eine Vision sein.“

www.eschweiler.de/2030

(can)
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