Eischwiele: St.-Antonius-Hospital: Krücken in die Ecke, Verband unters Kostüm

Eischwiele : St.-Antonius-Hospital: Krücken in die Ecke, Verband unters Kostüm

Wer glaubt, in einem Krankenhaus könne es nicht bunt und lustig zugehen, der hat sich noch nie an Altweiberfastnacht ins Foyer des St.-Antonius-Hospitals verirrt. Frei nach dem Motto „die Krücken in die Ecke und den Verband unters Kostüm“ stellten die Jecken am Donnerstag bei ihrer närrischen Sitzung das Eischwiele Schpitaal auf den Kopf.

„Lachen ist die beste Medizin“, konstatierte Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des St.-Antonius-Hospitals, der sich zur Feier des Tages als Sträfling verkleidet hatte. „Wenn man schön Trübsal bläst, weil man im Krankenhaus ist, dann soll man sich wenigstens am Karneval erfreuen können.“

Dabei gehören längst nicht nur Patienten zu den Gästen der traditionellen Karnevalsfeier des Krankenhauses, berichtete Wagenbach. Die ersten Narren hätten sich bereits morgens um halb acht — und somit fast zwei Stunden vor Programmbeginn — die besten Plätze neben der Bühne gesichert. Auch die Patienten, die krankheitsbedingt nicht im Foyer sein konnten, blieben nicht außen vor. Sie konnten das närrische Treiben live von ihrem Zimmer aus über den hauseigenen Videokanal verfolgen.

Lachende Gesichter fanden sich somit im Schpitaal genug. Schließlich hatte das Krankenhaus-Team unter der Moderation von Frank Uerlings ein erstklassiges Programm zusammengestellt. Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte die „Brass Els Kapelle“ der KG Eefelkrank Eschweiler-Hastenrath, gefolgt von Leonie Berndt, die als Jugendtanzmariechen der KG Die Löwengarde die Anwesenden mit ihrem Tanz beeindruckte. Auch das Karnevals-Komitee der Stadt Eschweiler ließ sich nicht bitten und stattete dem „Lachenden Schpitaal“ einen Besuch ab. Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich der Besuch von Prinz René I. und seinem Zeremonienmeister Daniel samt Gefolge.

Eine ganz besondere Verbindung zum Krankenhaus betonte Prinz René I. gegenüber dem schunkelnden Publikum — schließlich hätten alle Prinzenpagen im St.-Antonius-Hospital das Licht der Welt erblickt.

Neben den Pagen waren es aber vor allem auch die Narren des krankenhauseigenen Kindergartens, die die Herzen der Jecken mit Leichtigkeit für sich gewannen. Verkleidet als Feuerwehrmänner und —frauen bewegten sich die Kleinen bei ihrem „Schlauchtanz“ auf der Bühne schon wie kleine Stars — das Blitzlichtgewitter war ihnen jedenfalls sicher. So reihte sich ein programmatisches Highlight an das andere, ob mit Tanz, Gesang oder schmissigen Reden.

Ob mit De Kröetsch, den Mariechen Lea Engels und Julia Lenzen, dem „Singenden Gardisten“ alias Tobias Reimann oder Sängerin Laura Wings, der Eschweiler Scharwache 1882, dem „Penner von Nebenan“ alias Jonas Wintz oder den Jugendtrompetern der KG Eefelbank Eschwiler-Hastenrath — den Besuchern blieb nach mehr als vier jecken Stunden die Qual der Wahl welcher Programmpunkt ihnen im Schpitaal am besten gefiel.