Squash-Team Eschweiler setzt auf Jugendarbeit

Team Cadillac : Eschweiler Squashspieler blicken nach Bundesliga-Rückzug nach vorne

Es ließ sich nicht mehr finanzieren, den Sport in der Eliteklasse zu treiben. Jetzt konzentrieren sich das Team Cadillac auf die Jugendabteilung.

Neue Zeitrechnung bei den Squashspielern des Team Cadillac: Nach dem Rückzug aus der Bundesliga hat sich einiges verändert in dem Sportzentrum zwischen Nothberg und Stadtmitte. Das Abenteuer in Deutschlands Eliteklasse war nicht mehr zu stemmen für den kleinen Verein, nun sollen die Kräfte zu Gunsten der 15 Jugendspieler gebündelt werden.

Auch Udo Dackweiler, Vorsitzender des Vereins, hat bereits eine neue Atmosphäre ausgemacht: „Es gibt definitiv ein Umdenken im Verein, den wir für die Zukunft ausrichten müssen!“ Auf die Zeit in der Squash-Eliteklasse denkt er zwar noch mit vielen schönen Erinnerungen zurück, „aber die Bundesliga ließ sich nicht mehr realisieren. Wir brennen dafür, aber dürfen uns die Finger nicht verbrennen.“

Die neue Mischung: Im Erwachsenenbereich geht man mit Männer- und Frauenteams in der Oberliga, mit einem Team in der Verbandsliga und mit einem Seniorenteam an den Start – insgesamt 40 Spieler, die alle aus der Region kommen, sind so dabei. Von den Sportlern der vergangenen Saisons ist niemand mehr an Bord, das Profitum hat sie in alle Richtungen verstreut.

Der Nachwuchs spielt in einer Jugendmannschaft, die neben dem Ligabetrieb über einzelne Turniere gefördert werden soll. „Wir haben einige vielversprechende Talente“, betont Dackweiler. Ein aufmerksamer Blick geht auch zu den großen Vereinen, besonders zum Serienmeister aus Paderborn. Dort wolle man sich einiges abschauen und hat auch das grüne Band für Jugendarbeit des Landessportbundes im Blick.

Wichtig sei auch, dass die Durchlässigkeit in die Seniorenteams besser werde. Die Kinder fangen meistens mit zehn oder elf Jahren an und können sich dann weiterentwickeln. Der Verein ermöglicht es auch, dass die Jugendlichen an internationalen Turnieren teilnehmen können, erklärt Dackweiler. Ein positives Beispiel ist besonders Vincent Spieß, der unlängst an den European Junior Open in Köln teilnahm und vom Landesverband NRW in den Jugendkader der Leistungsklasse Eins berufen wurde.

Dieser beispielhafte Weg sollen natürlich einige Eschweiler Squasher gehen, aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen. „Wir haben eine gute Mischung, eine gute Atmosphäre“, freut sich Dackweiler – von einem toten Verein könne keine Rede sein. In die selbe Kerbe schlägt auch Sportwart Thomas Knillmann: „Ich bin stolz auf alle Teams, aber ganz besonders auf die Entwicklung der Kleinen.“

Mit der weitergehenden Unterstützung durch den Hauptsponsor EWV könne der Verein mutig in die Zukunft blicken. „Und was im Kleinen anfängt, kann auch wieder groß werden“, betont Dackweiler.

(cheb)
Mehr von Aachener Zeitung