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Eschweiler: Sportlern bleiben nun Einbußen erspart

Eschweiler : Sportlern bleiben nun Einbußen erspart

Den Vereinsvertretern in der Stadt ist ein Stein vom Herzen gefallen. Nachdem der NRW-Sportminister Michael Vesper die Pauschale für die Übungsleiter zugesichert hat, bleiben den meisten Sportlern drastische Einschnitte erspart.

Jeweils sieben Millionen Euro will das Land in den nächsten beiden Jahren bereitstellen.

Rund 2800 Euro jährlich erhält Eschweilers größter Verein, FC Germania Dürwiß, aus diesem Topf. Elf Jugendleiter, die die Richtlinien des Landessportbundes erfüllen, betreuen auf der Großsportanlage die Aktiven.

Pläne erstellt

Sie leisten insgesamt 2750 Übungsstunden. Im Vorstand des Vereins mit seinen 1130 Mitglieder, 648 davon sind Jugendliche, hat man bereits Pläne erstellt, wie die Zukunft ohne Zuschuss ausgesehen hätte: „Dies wäre nur mit einer Kürzung der Leistungen oder einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge gegangen”, sagt Schatzmeister Matthias Breuer.

Eine andere Lösung habe man nicht gesehen, zumal dem Verein noch weitere Mittel gekürzt wurden.

So reduzierte sich der Zuschuss der Stadt. Dies liegt jedoch nicht daran, weil weniger Geld zur Verfügung steht, sondern weil durch die Aufsplittung der ESG in einzelne Vereine mehr Stücke bei gleicher „Kuchengröße” zu verteilen sind.

Minus 15 Prozent

Mit 15 Prozent beziffert Breuer das Minus im Vergleich zum Vorjahr. Die jährlichen 370 Euro für zwei ausgebildete Jugendleiter sind vollständig gestrichen worden.

Drastische Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge um bis zu 30 Prozent befürchtete der Vorsitzende von ESG Turnen, Günter Koch. „Wir sind natürlich froh, das uns dies nun erspart bleibt”, betont er. Schließlich seien die Vereine arg gebeutelt, müssten Versicherungen, Energiekosten, Übungsleiter und Verbände bezahlen.

Für die 230 Jugendlichen und 100 Erwachsenen stehen zwölf Übungsleiter zur Verfügung. ESG Turnen bietet aber über das reine Vereinsangebot hinaus auch Kurse wie Mutter-Kind-Turnen an. „Da müssen dann auch zwei Helferinnen mit anpacken.” Diese werden jedoch nicht bezuschusst.

Sportstätten

Mit der Sportstättenpauschale von jährlich 324000 Euro hat die Stadt nun Planungssicherheit, wenn es um Neubauten im Sportbereich geht. Da jedoch deshalb ursprünglich die Übungsleiterpauschale dem Rotstift zum Opfer fallen sollte, plante der Vorstand des SC Delphin mit dem Vorsitzenden Josef Görtz, sich „an die Stadt zu wenden”.

Schließlich würde sonst eine erhebliche Lücke im Etat klaffen. Die Gesamtkosten für die Trainingseinheiten belaufen sich auf 20.000 Euro jährlich.

Am Sportstättenbau gekoppelt

Immerhin: Für zwei Jahre ist der Landesbeitrag gesichert, können die Vereine in der Stadt durchatmen. Übrigens ist der jährliche Zuschuss von 324.000 Euro für die Stadt fest am Sportstättenbau gekoppelt.

„Eine andere Verwendung ist ähnlich wie bei der Schulpauschale nicht möglich”, betont Stadtsprecher Stefan Kaever. Deswegen könne auch kein Übungsleiter mit diesem Geld gefördert werden.