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Sponsorenlauf des Gymnasiums: Statt in die Schule lieber rund herum

Sponsorenlauf des Städtischen Gymnasiums : Statt in die Schule lieber rund herum

„Heute fällt die Schule aus!“ Hitzefrei? Nein, auch wenn die Temperaturen einen richtigen Aufschwung genommen hatten und die 20-Grad-Marke beinahe geknackt worden war, der Grund für den fast schulfreien Tag war ein anderer: Laufen für den guten Zweck.

Das Städtische Gymnasium der Stadt Eschweiler veranstaltete mit allen Schülerinnen und Schülern, rund 670 an der Zahl, den Sponsorenlauf, bei dem jener Block umrundet wurde, auf dem das Hauptgebäude der Schule steht.

„Klein mit Groß“ lautete das Motto, dass die Organisatoren um die federführende Sportlehrerin Almut Hellmich gewählt hatten. Das Ziel: Jüngere und ältere Pennäler liefen gleichzeitig, um sich gegenseitig anzuspornen und den Zweck gemeinsam im Auge zu haben. Der Anlass des Sponsorenlaufs war dabei ein Guter: Gemeinnützig kommen die eingenommenen Gelder einerseits dem Haus St. Josef und der Eschweiler Tafel, andererseits aber auch schuleigenen Projekten zugute.

Wie der Name es verrät, sorgten Sponsoren für den finanziellen Fluss. Jeder Schüler hatte im Vorhinein im Familien- und Bekanntenkreis Gönner akquiriert, die für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag spendeten. So prahlten Schüler schon während des Laufs, dass sie bereits zehn Runden geschafft hatten. Der Umfang des Häuserblocks des Hauptgebäudes vom Städtischen Gymnasium beträgt 580 Meter, vom Schulhof aus ging es linksabbiegend in die Kolpingstraße. Drei weitere Male links abbiegen, über die Peter-Liesen-, die Carbyn- und die Peter-Paul-Straße, und die Runde war geschafft.

Die Motivation der Schüler war dabei ganz unterschiedlich ausgeprägt. Einige nahmen die Sache sehr ernst und liefen, was das Zeug hielt, während andere eher gemütlich schlenderten. Auch die Lehrer beteiligten sich. Doch am Ende jeder Runde wurde abgestempelt, um die Anzahl ordnungsgemäß zu dokumentieren.

Als „Schul-Event“ bezeichnete Hellmich den Sponsorenlauf, denn obwohl es nicht als Sportveranstaltung betitelt wurde, konnte die Lehrerin auf die Sport-Fachschaft setzen, die die ganze Schule mobilisiert hatte. Jubelnde und fotografierende Fans fanden sich am Straßenrand ein, während Getränke und Snacks auf dem Schulhof stärkten.

 Bevor der Lauf jedoch startete, mussten die Schüler doch zumindest in den ersten zwei Schulstunden zum Unterricht. Damit anschließend alle in die richtige Bahn gelenkt wurden, wurde der Sponsorenlauf gestaffelt. Zu mehreren Starts waren von der fünften Klasse bis zur Abschlussstufe der Q2 jüngere und ältere Kohorten gemischt. Die Schüler hatten jeweils zwei Schulstunden, also 90 Minuten Zeit, die wohltätigen Gelder zu erlaufen. Insgesamt lief das Event von der dritten bis zur sechsten Stunde, ehe die Schüler in ein verdientes Wochenende mit strahlendem Sonnenschein liefen.

(mah)