SPD will Angebote des SkF für Obdachlose in Eschweiler weiter zahlen

Vorschlag der SPD-Fraktion : Schutz vor Obdachlosigkeit soll weiter finanziert werden

Seit vielen Jahren verhindert die Präventionsberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), dass Menschen obdachlos werden. Diese Arbeit wird seit 2008 von der Stadt finanziert, die Zusammenarbeit zwischen Sozialamt und SkF funktioniert sehr gut.

Das teilt die SPD-Fraktion mit, die deshalb nun eine Vertragsverlängerung zwischen der Stadt Eschweiler und dem SkF vorschlägt. Der bisherige Vertrag läuft zum 31. Dezember dieses Jahres aus. „Dieses Mal wollen wir den Vertrag für drei Jahre verlängern, damit alle Beteiligten eine stärkere Planungssicherheit haben“, sagt Stephan Löhmann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Zu Beginn habe man immer nur einjährige Verträge abgeschlossen, bis zuletzt ein Zwei-Jahres-Vertrag vereinbart wurde. Doch dieser Zeitraum erscheint der SPD-Fraktion nun erneut zu kurz. „Drei Jahre sind eine übliche Projektzeit, diese Sicherheit braucht man auch für das Personal.“ Hintergrund sei auch der kürzliche Einbruch der Schuldnerberatung in Eschweiler. „Deshalb wollen wir den SkF stärken“, sagt Löhmann.

Die Präventionsberatung zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit ist ein wichtiges Angebot des SkF. Dieser betreut und berät Menschen, denen eine Räumungsklage droht oder die diese schon erhalten haben. „Der SkF ist sehr wertvoll für die sozialpolitische Arbeit in Eschweiler, sie kümmern sich in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt um die Fälle“, betont Löhmann.

Die Klagen vom Amtsgericht gehen beim Sozialamt ein, dieses leitet die Menschen dann an den SkF weiter. Im Jahr bearbeitet der Sozialdienst zwischen 50 und 60 Räumungsklagen. Für das vergangene Jahr 2018 hatte der SkF im Jahresbericht für 2017 eine deutliche höhere Zahl vorhergesagt, da in den ersten Monaten des Jahres bereits weit mehr Räumungsklagen eingegangen waren als üblich. „In den allermeisten Fällen konnten Räumungsklagen abgewendet oder sogar verhindert werden“, berichtet Löhmann. Voraussetzung dafür sei natürlich, dass die Menschen die Hilfe auch annehmen.

Die Beratung beim SkF geht über die reine Prävention der Obdachlosigkeit hinaus, viele Faktoren werden berücksichtigt. „Es besteht eine Verweisstruktur, um ein ganzheitliches Angebot bieten zu können“, weiß Löhmann. Dazu gehören zum Beispiel die Allgemeine Soziale Beratung sowie Sozialpädagogische Familienhilfe.

Die finanzielle Unterstützung der Stadt Eschweiler läuft auf freiwilliger Basis der Stadt. „Seit Beginn der Förderung hat sich der Betrag von rund 5000 Euro auf etwa 33.000 Euro entwickelt“, sagt Löhmann. Er schließt nicht aus, dass sich diese Summe für die künftige Vertragslaufzeit erhöhen könnte. Das sei vor allem mit den Tariferhöhungen bei den Mitarbeitern zu begründen. Zusätzlich erhält der SkF noch einen Zuschuss in Höhe von 3600 Euro für die Kleiderkammer.