Eschweiler/Nürburgring: Spannender Besuch in der Boxengasse des Nürburgrings

Eschweiler/Nürburgring : Spannender Besuch in der Boxengasse des Nürburgrings

Die TCR Germany startete am Wochenende vom 3. bis 5. August auf dem Nürburgring das vierte von insgesamt sieben Rennwochenenden des Jahres. Mit einem imposanten Starterfeld von über 30 Fahrzeugen sind hautenge „Rad-an-Rad-Duelle“ garantiert.

Die TCR-Boliden mit Frontantrieb und Zwei-Liter-Turbomotoren leisten rund 350 PS. An jedem Rennwochenende werden zwei Sprintrennen über eine Distanz von jeweils 30 Minuten ausgetragen. In der TCR-Germany startet der Audi RS3 LMS gemeinsam mit dem Honda Civic Type R — TCR, dem Opel Astra TCR, dem Seat Leon TCR. Peugeot ist mit dem 308 TCR vertreten und Renault tritt mit einem Megane TCR an. Volkswagen ist mit VW Golf GTI TCR am Start und Hyundai feierte am Nürburgring mit dem i30 N TCR seine Premiere in der TCR Germany.

Gewinner Rudolf Krause und Wolfgang Hauten im Gespräch mit TCR-Pilot Benjamin Leuchter. Foto: Sandra Quinten

Intensiver Einblick

Einen besonderes intensiven Einblick in die TCR Germany bekamen Stefan Hermanns und Rudolf Krause aus Eschweiler. Die glücklichen Gewinner unserer Kartenverlosung in der Eschweiler Zeitung trafen Rennfahrer Benjamin Leuchter am Golf GTI TCR. Hier bekamen unsere Gewinner einen ersten Einblick in die Technik eines TCR-Boliden. Danach stand schon der Besuch in der Boxengasse an. Unser Hauptgewinner konnte im Golf-GTI-TCR-Renntaxi Platz nehmen und freute sich schon auf eine schnelle Runde im Rennwagen.

Leider machte die Technik einen Strich durch die Rechnung: In der Gluthitze am Nürburgring kollabierte die Batterie und es blieb bei einer kurzen Fahrt von der Boxengasse zurück zur Volkswagen GTI TCR Hospitality. Stefan Hermanns war aber auch so vom Wochenende begeistert: „Es ist ein tolles Rennwochenende am Nürburgring. Das Team hat alles gegeben, dass es mit der Taxifahrt doch noch klappt.“ Doch Stefan Hermanns darf sich freuen, denn die Taxifahrt wird im nächsten Jahr nachgeholt.

Eine ganz besonderes Wochenende mit vielen neuen Einblicken erlebte unser zweiter Gewinner Rudolf Krause am letzten Wochenende. Mit stolzen 83 Jahren ging es zum ersten mal an eine Rennstrecke. Rudolf Krause war bisher eher auf dem Wasser zu Hause. In jungen Jahren ist er zur See gefahren und später begleitete ihn das Segeln über viele Jahre. Gemeinsam mit Wolfgang Hautern, einem begeisterten Fotografen, war Rudolf Krause im Fahrerlage des Nürburgring unterwegs und verfolgte die Rennen auf den Tribünen.

Rudolf Krause: „Ich bin begeistert und werde viele Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Ich werde mich noch lange an das Wochenende erinnern.“

Erste Startreihe

Bereits beim ersten Lauf der TCR Germany konnte Benjamin Leuchter, der Rennfahrer aus Duisburg, seinen Golf GTI TCR bis auf den sechsten Rang nach vorne fahren. Am Sonntag ging Benjamin Leuchter aus der ersten Startreihe in das Rennen.

Der Polesetter Luke Wankmüller verpatzte mit seinem Opel Astra den Start und viel zurück. Einen hervorragenden Start erwischte Honda-Pilot Dominik Fugel und setzte sich von Startplatz vier direkt an die Spitzte, dicht gefolgt von Benjamin Leuchter vom Team Max Kruse Racing. Dominik Fugel verteidigte die Führung bis ins Ziel und gewann vor Benjamin Leuchter.

Benjamin Leuchter: „Vor allem am Sonntag hatte ich im Auto meine Freude. Ich war am Anfang ein bisschen schneller als Dominik Fugel, deshalb wäre ich gerne noch vor ihn gefahren, aber es gab keinen fairen Weg vorbei. Ich habe versucht, ihn in einen Fehler zu treiben, aber Mike Halder kam von hinten immer näher. Wir sind ein neues Team in der TCR, ich freue mich einfach wahnsinnig, dass wir mit den etablierten Teams mitfahren können. Ich blicke positiv in die Zukunft und freue mich auf die nächsten Rennen.“

In der Gesamtwertung verbesserte sich Leuchter um einen Platz und liegt nun als bester Volkswagen Pilot auf Rang fünf.

(rfr/squ)