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Eschweiler: Sozialamt mobil gemacht

Eschweiler : Sozialamt mobil gemacht

„Wir haben das Sozialamt der Stadt Eschweiler unheimlich mobil gemacht”, freute sich am Freitag Herbert Pesch von der Stolberger Firma „Pesch E.K. Mobilwerbung - Marketing - Sponsoring”.

Er und über 25 seiner Firmenkollegen aus Eschweiler und Stolberg finanzierten dem Sozialamt einen neuen Transporter, mit dem die Mitarbeiter des Amtes nun unter anderem Materialfahrten und Umzüge schnell und kurzfristig selber durchführen können.

Am Freitag übergaben die Firmen das Fahrzeug an die Stadt Eschweiler. „Die Zeiten sind angespannt, die Kassen knapp”, erläuterte Herbert Pesch im Namen der über 25 Sponsoren den Hintergrund für die Anschaffung des „Fiat Ducato”-Transporter.

Erfreuliches Engagement

Bürgermeister Rudi Bertram und Sozialamtsleiter Stefan Graaf zeigten sich erfreut über das Engagement der Handwerksbetriebe, Dienstleister und weiteren Geschäftsleute. „Schon der in der Vergangenheit waren oft schnelle und kurzfristige Dienste seitens des Sozialamtes nötig, bei denen wir dann meistens auf Dritte zurück greifen mussten”, erklärten die beiden.

Mit dem neuen Fahrzeug, auf dem die 27 Sponsoren für ihr jeweiliges Unternehmen werben, kann das Sozialamt nun „logistische Probleme selber bewältigen” und den Transport von Arbeitsgeräten oder Sozialhilfeempfängern selber gewährleisten.

Zwei Vorteile

Bürgermeister Rudi Bertram sieht in dem neuen Transporter zwei entscheidende Vorteile: „Zum einen können dadurch enorme Kosten eingespart werden und zum anderen werden die Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt motiviert, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen”.

Denn: Durch den nun fast täglichen Einsatz des Fahrzeuges konnte einem ehemaligen Sozialhilfeempfänger ein Arbeitsverhältnis als Fahrer und Lader ermöglich werden. „Damit wird die Stadt auch ihrem Grundsatz gerecht, in der Sozialhilfe präventiv zu arbeiten”, ergänzte Stefan Graaf.

Fünf Jahre Schriftzüge

Fünf Jahre werden die Schriftzüge der einzelnen Firmen nun auf dem Fahrzeug platziert sein, die laufenden Kosten trägt die Stadt Eschweiler. Herbert Pesch wird das Projekt auch in Zukunft weiterhin betreuen.

Rudi Bertram dankte den Geschäftsleuten auch im Namen seiner Mitarbeiter: „Sie geben durch den Kauf des Transporters etwas zurück an die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen”.