Eschweiler: Sommerkirmes in Eschweiler: Der Budenzauber startet mit Feuerwerk

Eschweiler : Sommerkirmes in Eschweiler: Der Budenzauber startet mit Feuerwerk

Als hätten die Menschen sehnsüchtig darauf gewartet. Als am frühen Freitagabend mit zünftiger Marschmusik der Blaskapelle Eschweiler, kühlem Freibier vom Fass und einem grandiosen Feuerwerk später am Abend die große Sommerkirmes auf dem Drieschplatz startete, herrschte dort schon ordentlich Trubel. Nach langen drei Jahren Abstinenz ist „endlich wieder Kirmes!“.

Insgesamt zehn Tage lang sorgen unter anderem eine elf Meter hohe Achterbahn, eine 36 Meter hohe Überkopfschaukel, ein großer Autoscooter, die alt bekannte, aber moderne Raupenbahn und der „Polyp“ für Spaß und Nervenkitzel und heftige Adrenalinschübe. Besonders Mutige wagen sich auf „The Beast“, das die Mitfahrer nicht nur auf eine Flughöhe von 24 Metern hievt, sondern beim Überschlag auch noch eine 360-Grad-Drehung vollzieht.

##IR_PH_bilder_mvp_bildunterschrift:index=1##. Foto: Patrick Nowicki

Am Freitagabend gaben das Veranstalterteam, bestehend aus Frank Roos, Hans-Otto Grass und Marlene Gehlen (in Vertretung für die 50 Schausteller) den Startschuss zu einem „Neubeginn“ der einst so beliebten Tradition. Früher freuten sich die Menschen riesig darüber, wenn der Kirmestrubel endlich losging. Schließlich konnte man dort viele Freunde und Bekannte treffen und einige vergnügliche und sorgenlose Stündchen verbringen. Nach drei Jahren Dornröschenschlaf, haben die Schausteller — auf Wunsch vieler Bürger — die Kirmes wieder wachgeküsst. Und wenn es gut läuft, dann dürfen die Fans sich auf eine jährliche Wiederholung freuen.

Höher, schneller, weiter: Zum Neubeginn setzen die Schausteller auf große Fahrgeschäfte wie „The Beast“ und ein Riesenrad (Bild oben). Am Wochenende nutzen schon zahlreiche Familien die Angebote wie der „X-Racer“. Der Freitagabend endete mit einem großen Feuerwerk, das mehrere Minuten dauerte und schließlich mit Applaus der Kirmesbesucher quittiert wurde. Foto: Irmgard Röhseler

„Nur eine gute Kirmes ist auch gutes Marketing“

Blasmusik zum Start: Schon bei der offiziellen Eröffnung der großen Kirmes auf dem Drieschplatz tummelten sich zahlreiche Besucher in der Budenstadt. Foto: Irmgard Röhseler

Bürgermeister Rudi Bertram, der dem neuen Kirmes-Konzept zunächst skeptisch begegnete, freute sich, dass Eschweiler wieder eine Kirmes hat. „Rat und Verwaltung haben sich von der Idee des Veranstalterteams überzeugen lassen. Und nun heißen wir hoffentlich viele Besucher herzlich willkommen. Und ich wünsche mir, aber vor allen den Schaustellern, dass viele Bürger ihre Freude an der Kirmes weiter multiplizieren können. Denn nur eine gute Kirmes ist auch gutes Marketing für unsere Stadt!“ Schon weit vor dem offiziellen Fassanstich, den übrigens der Bürgermeister höchst persönlich vornahm, zog es die Menschen auf die attraktiven Fahrgeschäfte. Von allen Seiten strömten Omas, Opas, Mamas und Papas mit ihren (Enkel-)Kindern auf den 10000 Quadratmeter großen Platz. So viele Fahrgeschäfte und Spielstände gab es noch nie — das fröhliche Rummelvergnügen ist also garantiert.

Adrenalinjunkies, die den Nervenkitzel lieben, können sich hier schon ein paar Stündchen vergnügen. Wem das allerdings zu aufregend ist, kann sich beispielsweise im großen Geisterhaus „begruseln“ lassen, im XXL-Funhaus bespaßen lassen, Blumen für die Liebste schießen, per Armbrust auf Scheiben zielen oder seinen Spaß beim Entenangeln und an der traditionellen Losbude haben. Selbstverständlich kommen auch Autoscooter-Fans auf ihre Kosten. Denn das 350 Quadratmeter große Fahrgeschäft mit brandneuen Autos, mit viel Licht und coolen Sounds verspricht abenteuerlichen Fahrspaß. Auf dem Programm stehen aber auch Pferderennen, Kamelrennen, Laufparcours, Trampolin, Pfeilwerfen, eine Piratenschlacht und vieles mehr.

Für Leckermäuler gibt es reichlich Süßes — vom Paradiesapfel über Zuckerwatte bis hin zu gebrannten Mandeln. Natürlich kommen auch die Freunde von herzhaftem Essen auf ihre Kosten: von der Currywurst über Pommes bis hin zu leckeren Wokgerichten. Und wer einfach nur gemütlich das bunte Treiben beobachten möchte, kann es sich in einem hübsch dekorierten Biergarten bequem machen und eine leckere Berliner Weiße mit Waldmeister genießen.

Gratis-Parkplätze

Reichlich genutzt wurden die kostenlosen Parkplätze im hinteren Teil des Drieschplatzes, der wegen einer Hochspannungsleitung nicht genutzt werden kann. Auch entlang des Friedhofs parkten zahlreiche Kirmesbesucher am Startwochenende, das auch dank des sommerlichen Wetters zahlreiche Indestädter, aber auch Menschen aus der Region zur Kirmes lockte.

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