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Eschweiler: „Snowtigers”: Team mit Zukunft

Eschweiler : „Snowtigers”: Team mit Zukunft

Sie hatten sich vor heimischem Publikum so viel vorgenommen. Am Ende gab es aber im Meisterschaftsspiel in der NRW-Landesliga eine klare 3:8-Niederlage für die Mannen des Euregio-Eissport-Clubs Eschweiler.

Trainer Dieter Lüssem setzte zunächst auf die altbewährte Philosophie der Eschweiler „Snowtigers”, dem Gegner schon zu Spielbeginn alles abzuverlangen: „Wenn man im unteren Bereich der Tabelle agiert, dann bereitet einem der Besuch des Tabellenzweiten schon einiges Kopfzerbrechen. Dieses kann man nur mit unbändigem Einsatzwillen und dem Verdrängen von Respekt zerstreuen.”

Das erste Drittel begann ideal, denn schon in der 8. Spielminute konnte Tommi Kähkönen nach einer Strafzeit gegen Wesel in Überzahl das 1:0 erzielen. In der Folgezeit musste der an diesem Tag überragende Christoph Golks im Eschweiler Gehäuse mehrere Großchancen der Weseler vereiteln.

Technische Mängel auf Seiten des EEC erschwerten das Festsetzen im Angriffsdrittel des Gegners und die Gäste wirkten in der Spielanlage eleganter. Zudem hielten die Gäste auch körperlich stark dagegen und das Schiedsrichtergespann Guido Borhegyi und Rainer Berbig (Köln/Krefeld) sprach zahlreiche Zeitstrafen aus.

Schöner Spielaufbau

Im zweiten Spielabschnitt konnte man beiden Teams die Pausenansprachen ihrer Trainer anmerken, denn das Match nahm an Attraktivität zu. In verteiltem Spiel sah man nun manch schönen Spielaufbau und sehenswerte Aktionen vor den Toren. In der 28. Spielminute musste der Eschweiler Keeper Golks zum ersten Mal hinter sich greifen, weil sich seine Vorderleute zu weit von ihren Gegenspielern entfernten.

Dieses 1:1 hatte aber nur wenige Sekunden Bestand, denn Hanno Scharwächter erzielte kurz nach dem Bully mit einem satten Weitschuss das dem bisherigen Spielverlauf nach gerechte 2:1. In der Folgezeit konnte der EEC aus weiteren Überzahlverhältnissen kein Kapital schlagen. Stattdessen erzielte der EHC Wesel kurz vor der Drittelpause den 2:2-Ausgleich, weil die Verteidigungsreihe nicht vor Torhüter Golks postiert war.

Technisch-taktische Überlegenheit

Das letzte Drittel erinnerte gleich zu Beginn an die Verläufe der letzten Begegnungen, denn das Eschweiler Team wirkte zunehmend müder. Die technisch-taktische Überlegenheit der Gäste nahm konkrete Gestalt an, denn in einem Doppelschlag gelang Wesel nach einem herrlichen Solo zunächst das 2:3 und gleich darauf mit dem 2:4 die Matchführung.

In der 50. Minute keimte dann noch einmal Hoffnung auf, als Jens Schiffers den Anschlusstreffer zum 3:4 setzte. Leider reichten die dadurch freigelegten Kräfte nicht allzu lange, denn das 3:5 in einer Drangperiode der Gäste aus Wesel besiegelte den weiteren Matchverlauf, an dessen Ende die Eschweiler Snowtiger mit gesenkten Häuptern das Eis verließen.

Nach dem Spiel bescheinigte selbst der Weseler Trainer Kiklhorn, der die Eschweiler Eishockeyszene noch aus „Grizzly-Zeiten” kennt, dem Team von Trainer Lüssem eine anerkennenswerte Leistung. Auch die Zuschauer waren nur vom Ergebnis enttäuscht, denn sie hatten bis zum Schluss eine sich tapfer wehrende Eschweiler Mannschaft gesehen, der man trotz klarer Niederlage eine gute Perspektive bescheinigen kann.