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Eschweiler: SkF lässt Mütter in Not nicht alleine

Eschweiler : SkF lässt Mütter in Not nicht alleine

Betroffenheit über die Situation von allein Erziehenden herrschte bereits in den 80er Jahren - und das nicht nur bundesweit, sondern ebenfalls in Eschweiler.

Auch der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) wollte diesen Personen helfen und gründete deshalb im Jahre 1983 die Alleinerziehenden-Gruppe. In diesem Jahr feiert sie ihr 20-jähriges Bestehen.

Bereits im Vorfeld standen für den SkF die Schwerpunkte für die Arbeit mit allein Erziehenden fest: Beratung in persönlicher, familiärer und sozialer Hinsicht, Hilfe in aktueller Not und Konfliktsituationen sowie Hilfe bei Erziehungsschwierigkeiten und bei Problemen zuhause, in der Schule, im Beruf oder am Arbeitsplatz. Für diese Aufgaben waren Fortbildungen und Seminare für die damaligen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des SkF unerlässlich.

„Die Nachfrage nach Einzelberatung und Einzelfallhilfen war sehr groß und die Zahl der allein Erziehenden so stark angewachsen, dass wir überlegten, einen Treffpunkt für Alleinerziehende einzurichten”, erinnert sich Skf-Vorsitzende Annemarie Breuer an die Anfangszeit.

Am 8. Oktober 1983 fand das erste Treffen mit Kinderbetreuung statt. Zwölf Mütter und 15 Kinder kamen zu diesem Nachmittag. Der zweite Samstag im Monat ist bis heute der Termin für die erste Gruppe geblieben. „Zwar ist die Anzahl der Teilnehmerinnen mittlerweile etwas geschrumpft und viele der Kinder sind erwachsen, aber trotzdem möchten die Frauen nicht auf ihren Samstag verzichten”, freut sich Annemarie Breuer. Im Juli 1988 wurde wegen der großen Nachfrage sogar eine zweite Gruppe eingerichtet.

Im Laufe der Jahre bot und bietet der SkF viele Aktivitäten für die allein Erziehenden an: Wanderungen, Ausflüge, Weihnachtsfeiern und Grillnachmittage. „Für jede Teilnehmerin ist die Gruppe sehr bedeutsam”, weiß Annemarie Breuer. „Hier können sie persönliche Probleme offen aussprechen, hier wird zugehört und ehrlich die Meinung gesagt, hier wird praktisch geholfen, hier entwickeln sich Freundschaften, die über die Gruppe hinaus gehen.”

Seit Januar befindet sich der SkF nun in der Peilsgasse 1-3. Dort finden auch weiterhin jeden zweiten und vierten Samstag im Monat die Treffen der beiden Alleinerziehenden-Gruppen statt.

„Die Situation der allein Erziehenden hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt”, berichtet Annemarie Breuer. „Die gesellschaftliche Anerkennung und die Rahmenbedingungen haben sich zwar verbessert, trotzdem gibt es noch viel zu tun für diese kleinen Familien.”