Eschweiler: Sie wollen die Welt besser machen

Eschweiler: Sie wollen die Welt besser machen

So kann es weitergehen: Im Auto des Bürgermeisters rollten einige Schüler Richtung Düsseldorf, um ihren Lufthansa-Flug nach Kiew zu erreichen. Eschweilers erster Bürger Rudi Bertram konnte als Retter in der Not den silbernen Stadt-BMW samt Fahrer zur Verfügung stellen, damit auch wirklich alle pünktlich im Flughafen einchecken konnten.

Mit so vielen Koffern hatten Peter Schöner, Adelene Adolphs und Vassiliou Vavouras von der Gesellschaftspolitischen Bildungsgemeinschaft (GPB) wohl nicht gerechnet. „Dabei darf doch jeder nur 20 Kilogramm an Gepäck mitnehmen”, wunderte sich Schöner am frühen Donnerstagmorgen schon ein wenig. Und sah arge Platzprobleme auf die Reisegruppe zukommen. Doch da sprang Rudi Bertram dem Europaverein-Vorsitzenden helfend zur Seite, so dass die spannende Reise in die Ukraine für die acht Realschüler pünktlich beginnen konnte.

Angelina Herdt, Stefan Rolko, Esther Jordans, Anna Winterscheidt, Nico Görres, Daniel Beiß, Tobias Kommer und Marnie Hass verbringen nun drei Wochen im Artek-Ferienlager bei der Stadt Hursuf auf der Halbinsel Krim. Im internationalen Feriencamp treffen sich Jugendliche aus 63 Nationen.

„Alle fünf Kontinente sind vertreten”, weiß Vavouras. Der Allukrainische Wohltätigkeitsfonds „Hoffnung und Gutmütigkeit”, das Familien-, Jugend- und Sportministerium der Ukraine und das internationale Kinderzentrum Artek veranstalten seit 2001 jährlich das internationale Kinder-Festival „Lasst uns die Welt zum Besseren verändern”.

Seit langem arbeitet der Europaverein mit der Städtischen Realschule zusammen. Mit der Ukraine beschäftigt sich die GPB ebenfalls bereits seit zweieinhalb Jahren. Über die Botschaft in Berlin kam der Kontakt nach Eschweiler zustande. „Und nun sind diese Acht die ersten Teilnehmer aus NRW, die zum Artek-Jugendlager in die Ukraine fliegen”, sagte Peter Schöner zum Abschied nicht ganz ohne Stolz. Nächstes Jahr sind dann wieder andere dran. Und zwar definitiv nicht aus der Indestadt. „Das ist also eine einmalige Sache”, so Schöner.

Zwei NRW-Jugendliche stießen am Flughafen noch dazu. Mit 630 Teilnehmern erleben die Eschweiler Schüler nun drei spannende Wochen mit einem voll gepackten Programm. Peter Schöner: „Langweilig wird denen sicher nicht.”

Bürgermeister Rudi Bertram wollte gar keine großen Worte verlieren. „Ich wünsche euch einfach einen schönen Urlaub und kommt gesund wieder zurück”, gab der Verwaltungschef den jungen Leuten mit auf den Weg. Eine kleine Bitte hatte Fußballfan Bertram doch noch: „Schaut mal, dass die Stadien in der Ukraine auf jeden Fall fertig werden, damit unsere Nationalmannschaft 2012 dort Europameister werden kann.”

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