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Eschweiler: Sie können mehr als nur Löschen

Eschweiler : Sie können mehr als nur Löschen

Seit Sonntagmorgen hat die Stadt Eschweiler 22 Feuerwehrleute mehr. Die 21 jungen Herren sowie eine junge Feuerwehrfrau, die bei der Feuerwehr ihre umfangreiche Grundausbildung erhielten, wurden jetzt bei der Abschlussprüfung in der Hauptwache in Theorie und Praxis gefordert.

Alle schafften die Prüfungen erfolgreich. Über zwei Jahre erstreckte sich die Ausbildung für die Freiwillige Feuerwehr. Insgesamt 160 Stunden ihrer Freizeit wendeten die Freiwilligen, die zwischen 18 und 37 Jahre alt sind, dafür auf. Ab sofort dürfen sie sich offiziell Truppmänner, die einzige teilnehmende Dame dementsprechend Truppfrau, nennen.

Umfassender und länger

Die Ausbildung bei der Feuerwehr ist umfassender und auch länger geworden. Denn Feuerwehrleute müssen immer mehr können. Sie müssen die Gefahrgut-Nummern an Lastwagen auswendig wissen, müssen natürlich Erste Hilfe beherrschen, sie lernen ein Unfallfahrzeug so auseinander zu spreizen, dass eingeklemmte Verletzte geborgen werden können. Und notfalls klettern sie auch in einen Baum, um Nachbars Katze herunter zu holen.

Nach den neuen Richtlinien war dieser Grundausbildungslehrgang der erste, der 160 Stunden dauerte. Früher waren „nur” 72 Stunden nötig. Und zu den 160 Stunden kamen noch 60 Stunden Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger hinzu.

Das ist heute fast Standard - wer zur Feuerwehr geht, sollte auch in der Lage sein, mit der Atemmaske auf dem Kopf und der Pressluftflasche auf dem Rücken in ein verrauchtes unbekanntes Haus zu laufen.

ABC des Brandschutzes

In der Ausbildung lernten die Feuerwehrleute alles, was sie für einen Einsatz benötigen. Von Löscheinsätzen über technische Hilfeleistungen bis hin zur Stressbewältigung wurde das ABC des Brandschutzes erlernt.

Am Sonntagmorgen fanden sowohl eine praktische Abschlussübung als auch eine theoretische Prüfung statt, die von allen Teilnehmern problemlos gemeistert wurden.

Zum Abschluss stellte Stadtbrandinspektor Harald Pütz den Anwärtern noch einige letzte Fragen, um die frisch gebackenen Feuerwehrleute dann in die einzelnen Löschzüge zu entlassen. Pütz freute sich, wieder Verstärkung für „seine” Feuerwehr zu haben.

Auch in diesem Ausbildungslehrgang seien wieder viele verschiedene Berufsgruppen vertreten. „Hier kommen Theoretiker und Praktiker zusammen”, weiß der Stadtbrandinspektor. Aber genau dieser Mix sei für die Feuerwehr von enormer Wichtigkeit.