Eschweiler: Setzte Rakete den Dachstuhl in Brand?

Eschweiler : Setzte Rakete den Dachstuhl in Brand?

Die Wünsche für ein gutes neues Jahr waren kaum ausgesprochen, da gab es Schreckensschreie: „Das Haus brennt!”

Wahrscheinlich durch eine Silvesterrakete geriet der Dachstuhl eines Hauses an der Bergrather Straße in Brand.

Der Sachschaden wird auf 90.000 Euro geschätzt. Als die Feuerwehr eintraf, hatten Flammen bereits die Dachhaut des Hauses durchbrochen. Die sieben Bewohner des Hauses wurden sofort in Sicherheit gebracht, Notarzt und Rettungsdienst untersuchten sie auf Vergiftungserscheinungen. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.

Die Feuerwehr hatte erhebliche Mühe, an den Brandherd unter dem Dach zu gelangen, zudem gefror das Wasser auf der Straße. Aufgrund der Brisanz des Einsatzes wurden sofort freiwillige Kräfte aus Dürwiß, Weisweiler und Lohn nachalarmiert, auch hauptamtliche Feuerwehrleute wurden aus ihren Neujahrsfeiern heraus zum Einsatz gerufen.

Ein Trupp unter Atemschutz begann mit der Brandbekämpfung über den Treppenraum, ein weiterer Trupp bekämpfte über die Drehleiter das Feuer, das auch ein benachbartes Haus bedrohte. Einsatzleiter Axel Johnen: „Die Brandbekämpfung gestaltete sich recht schwierig, da im Dachgeschoss eine nicht begehbare Zwischendecke eingebaut war, so dass zur weiteren Brandbekämpfung die Dachhaut geöffnet werden musste.”

Aus Sicherheitsgründen musste dies auch an der Grenze zum Nachbarhaus gemacht werden. Ebenfalls wurde der gesamte Dachbereich mit einer Wärmebildkamera auf eventuelle Glutnester untersucht.

Löschwasser wurde Eis

Das gesamte Haus wurde durch den Brand- und Wasserschaden unbewohnbar, so dass die Bewohner Unterkunft bei Bekannten suchen mussten.

Nach Auskunft des Hausmieters soll das Feuer durch einen Feuerwerkskörper, der im Dachgeschoss gelandet war, ausgelöst worden sein. Das Feuer selber wurde von einem Nachbarn bemerkt, der die Feuerwehr alarmierte und die Bewohner warnte. Aufgrund der Kälte gefror das Löschwasser auf der Straße, so dass die Mitarbeiter des Wirtschaftsbetriebs die Straße abstreuen musste. Für die Dauer des Einsatzes von kur nach Mitternacht bis 3.50 Uhr musste die Bergrather Straße komplett gesperrt werden.

Die Kripo beschlagnahmte die Brandstelle, um die genaue Ursache des Brandes zu ermitteln. Wann die Hausbewohner wieder einziehen können, steht noch nicht fest.