Eschweiler: „Schultafel” greift stadtweit Kindern unter die Arme

Eschweiler: „Schultafel” greift stadtweit Kindern unter die Arme

Arbeiterwohlfahrt und „Eschweiler Tafel” stellen ihre gemeinsame Aktion „Schultafel” auf eine größere Basis. In diesem Jahr werden Schultaschen stadtweit an mehreren Abgabestellen gesammelt. Zugleich wird um Spenden gebeten. Mit dem Geld wird Schulmaterial für bedürftige Kinder angeschafft.

„Die Zusammenarbeit zwischen der Tafel und uns klappt vorzüglich”, freute sich Thomas Ladwig vom Vorstand der Awo bei einem Treffen mit Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram am Mittwoch. Die Aktion Schultafel war 2006 spontan beim Ortsverein Eschweiler-Mitte der Arbeiterwohlfahrt entstanden, als bekannt wurde, dass bei Hartz-IV-Empfängern die Kosten der Schulbücher nicht komplett übernommen werden.

Inzwischen geht es nicht mehr um gebrauchte Schulbücher, sondern vor allem um Schulranzen und um die Erstausstattung der Kinder mit Material wie Buntstifte, Zirkel, Hefte und Lineal.

Seit dem vorigen Jahr ist die „Eschweiler Tafel” mit im Boot, die sich auch bei der Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit” engagiert. „Wir haben die Mittel nicht, aber wir kennen die Leute”, sagt die Vorsitzende Anneliese Küpper.

Die Arbeiterwohlfahrt stellte am Mittwoch auch die Verwendung der bisherigen Spenden vor. Es waren vor allem drei Großspenden, die halfen, bedürftige Kinder in Eschweiler mit Schulsachen zu versorgen: 3000 Euro von einem Golfturnier auf Haus Kambach, 1000 Euro, die anlässlich der Beerdigung des SPD-Politikers Albert Wegmann 2007 gesammelt wurden, und 1000 Euro von einem Konzert des Frauenchors St. Jöris.

Vom 1. Juli an sammelt die Arbeiterwohlfahrt jetzt stadtweit in ihren Tagesstätten gebrauchte, gut erhaltene Schulranzen ein. Ausgegeben werden die Ranzen und Grundausstattungen mit Schulmaterial später von der Eschweiler Tafel im Tafel-Laden Dürener Straße 58.

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