Schulkinowochen im Primus-Kino-Center sollen Spaß an Filmen vermitteln

Schulkinowochen im Primus-Kino-Center : Kindern soll Spaß am Kino vermittelt werden

Dass Dokumentarfilme einen Bildungsauftrag erfüllen, ist völlig klar. Doch auch Spielfilme vermitteln Wissen und Werte, die für die Zuschauer im Leben wichtig sind. Deshalb gibt es im Primus-Kino-Center auch in diesem Jahr wieder die Schulkinowochen, in denen über 600 Kinder mit dem Kino in Berührung kommen – oft zum ersten Mal, wie Leiter Ulrich Luber erzählt.

„Alle sind total begeistert, wenn sie aus dem Saal kommen“, berichtet er, „diese Erfahrung bleibt hängen.“ Oft führe das dazu, dass die Kinder auch privat danach häufiger im Kino anzutreffen sind. Sie erinnerten sich dann an den Ort und fänden es klasse, dass sie dort schon mal gewesen sind. „Das ist ein schönes Erlebnis, wenn man das mitbekommt“, sagt Luber.

Die Schulkinowochen bieten auch in diesem Jahr in vielen deutschen Kinos wieder ein abwechslungsreiches Programm. Im Primus werden „Die kleine Hexe“, „Paddington 2“, „Wunder“, „Love, Simon“ sowie „Das schönste Mädchen“ der Welt gezeigt. Die Vorschläge werden immer vom Gremium in Münster zusammengestellt, bisher haben sie auch immer großen Anklang gefunden. „Sie passen immer sehr gut und sind abwechslungsreich, denn sie werden mit Pädagogen ausgewählt“, erklärt Luber. Paddington habe zum Beispiel einen sehr familienbezogenen Hintergrund. „Meistens suchen sich die Schulen dann auch das aus, was am besten in ihren aktuellen Unterricht hineinpasst.“ Die Filme werden dort nämlich vor- und nachbereitet.

„Der Grundgedanke ist es, Kinder an das Kino zu gewöhnen“, erzählt Luber. Häufig sei es so, dass Eltern Bedenken wegen der Länge der Filme haben. Doch mithilfe der Schulkinowochen wolle man diese Angst nehmen. Die Filme werden ohne Vorschau und Werbung gezeigt, um die Kinder nicht vom Film abzulenken.

Luber erhofft sich davon auch, dass die Besucher langfristig dem Kino erhalten bleiben. „Wir haben zurzeit ein Problem mit den 15- bis 20-Jährigen“, klagt er. Doch das liege auch daran, dass die Filmindustrie in den letzten Jahren am Markt vorbeiproduziert habe. Durch die Schulkinowochen sollen die Kinder wieder ans Kino herangeführt werden. Denn Luber weiß: „Es ist schon ein Unterschied von der Atmosphäre und dem Ton her, ob ich im Kino oder im Wohnzimmer sitze.“

Welche Schulen in Eschweiler in diesem Jahr mitmachen, weiß Luber noch nicht. Doch aus der Erfahrung der letzten Jahre kann er sagen, dass eigentlich immer alle Schulen vertreten waren. Bis zum Freitag können sich noch Nachzügler melden. Die Resonanz zeigt die große Wertschätzung, die dem Projekt entgegengebracht wird. „Vormittags ist in dieser besonderen Woche dann viel los, dann sind hier Menschentrauben vor dem Kino“, erzählt Luber lachend. Doch er freut sich darauf.

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