Eschweiler: Schulen suchen immer häufiger die Kooperation mit Betrieben

Eschweiler: Schulen suchen immer häufiger die Kooperation mit Betrieben

Die Schule ist schon lange keine einsame Insel mehr. „Kooperation” lautet das Zauberwort, mit Unternehmen aus der freien Wirtschaft, mit Banken und Behörden, mit Agenturen und sonstigen Einrichtungen. Welche Partnerschaften pflegen einige von Eschweilers weiterführenden Schulen? Ein kurzer Überblick.

An der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Dürwiß freut man sich vor allem über die bereits seit Jahren bestehende Kooperation mit dem Energieriesen RWE. „In den 10. Klassen veranstalten wir hier eine Art Crashkurs in Elektronik”, sagt Lehrer Rudi Jansen. „Insgesamt wird den Jugendlichen in den Betrieben schließlich bewusst, wofür sie eigentlich zur Schule gehen”, weiß Jansen.

Noch ganz frisch ist die Zusammenarbeit des Städtischen Gymnasiums mit der hiesigen Raiffeisenbank. Im Herbst 2009 fand ein erstes Projekt zu den Themen Geld sowie Wirtschafts- und Finanzkrise in den Räumen des Geldinstituts statt. Die Kooperation soll möglichst, so Schulleiter Ulrich Reinartz, ausgebaut werden. Er weiß aber auch, dass ganz konkrete Kooperationsabschlüsse mit Betrieben nicht immer ganz einfach sind. „Das Interesse ist eher bescheiden”, resümiert Reinartz.

Die Bischöfliche Liebfrauenschule hat im Rahmen des KURS-Programms eine Kooperationsvereinbarung mit der Sparkasse Aachen getroffen. „Bewerbungstraining, Taschengeldmanagement, Schuldenfalle Handy oder allgemein der Euro als Währung”, nennt Schulleiter Dr. Manfred Meier nur einige Themen, die dabei von den Bankexperten aufgegriffen werden.

Sind solche Projekte und Kooperationen da nicht nur zusätzlicher Ballast? „Auf keinen Fall! Der Unterricht, der da ausfällt, ist keineswegs verloren”, widerspricht Meier und erhält Zustimmung von seinen Kollegen.