Eschweiler: Schützen wählen Bezirksbundesmeister wieder

Eschweiler: Schützen wählen Bezirksbundesmeister wieder

Der Vorstand des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) des Bezirksverbandes Eschweiler hatte am Dienstagabend zur Jahreshauptversammlung der Delegierten und Schießmeister in den Bergrather Pfarrsaal eingeladen.

Neben dem Kassenbericht und der Genehmigung der Protokolle der Delegierten- und der Schießmeisterversammlung war unter anderem die Organisation und Durchführung des Tages der Schützen ein wichtiges Thema. Auch die alljährliche Sammlung für die Caritas wurde besprochen. Mit dem Ergebnis, dass sich ab diesem Jahr jede Bruderschaft ausnahmslos beteiligt, jedoch selbstständig festlegt, wie und wann gesammelt werden soll. Am Ende des Jahres sollen alle Bruderschaften ihren Beitrag geleistet haben, fasste Bezirksbundesmeister Dieter Woche schließlich zusammen.

Bezirkskönig Rolf Krause lobte die anwesenden Bruderschaften für die erfolgreichen Turniere im letzten Jahr, sprach jedoch auch ein zentrales Problem an: „Die Jugend wird immer weniger.“ Und auch die Schützenklasse nehme immer mehr ab. „Irgendwann schießen nur noch die Senioren.“ Um das zu verhindern und neues Interesse am Schießsport zu wecken, wird jedoch in diesem Jahr erstmalig am 8. März ein „Tag der Neuen Freundschaft“ stattfinden. Dort soll sich dann alles um den Schießsport drehen. „Das Schießen soll nicht nur als Schießen, sondern auch als Leistungssport gesehen werden“, so der Bezirkskönig. Denn Schießsport sei Gesellschafts-, Leistungs- und Wettkampfsport und erfordere unter anderem Stärke, Disziplin und Konzentration. Interessierte können von 10 bis 12 Uhr die Schützenheime Stadtmitte und Kinzweiler besuchen, von 12 bis 14 Uhr die Schützenheime Weisweiler und Röthgen und von 14 bis 16 Uhr den KK-Stand Hücheln. Im Anschluss machte der Bezirksbundesmeister Dieter Woche auf bevorstehende Veranstaltungen in Diözese und Bund aufmerksam, bis dann schließlich die Neuwahlen des Vorstandes bevorstanden.

„Es fällt auf, dass sich immer mehr Vereine abkapseln und kein Interesse mehr an anderen Bruderschaften zeigen“, warnte Dieter Woche. „Wenn die Vereine weiterleben sollen, müsst ihr euch öffnen.“ Wie er den Bruderschaften bereits zuvor angekündigt hatte, trat er an diesem Abend von seinem Amt zurück und mit ihm die Bezirksgeschäftsführerin Yvonne Diederich und der Bezirksschießmeister Rolf Krause sowie die Stellvertreter. Nach einer kurzen Bedenkpause für die anwesenden Bruderschaften ließ sich jedoch kein Kandidat finden, bis Dieter Woche dann schließlich doch nachgab.

Unter der Bedingung, dass die einzelnen Bruderschaften den Vorstand in Zukunft besser unterstützen, ließ er sich erneut aufstellen und wurde auch prompt gewählt. Diese zwei Jahre sollen den Bruderschaften jedoch Zeit geben, um dann einen neuen Vorstand aufstellen zu können, mahnte der Neugewählte.

Auch die Posten der Bezirksgeschäftsführerin (Yvonne Diederich) und des Bezirksschießmeisters (Rolf Krause) änderten sich mit der Wiederwahl des Bezirksbundesmeisters nicht und wurden auf zwei Jahre festgelegt. Horst Sokolowsky blieb ebenfalls in seinem Amt als stellvertretender Bezirksbundesmeister, Susanne Jansen wurde stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin und Thomas Schnabel blieb ebenfalls in seinem Amt als stellvertretender Bezirksschießmeister. Nachdem der Bezirksjungschützenmeister Stefan Woesner nicht bestätigt wurde, übernahm seine Stellvertreterin Angelique Offergeld kommissarisch das Amt, bis ein neuer Bezirksjungschützenmeister gewählt wird. Kassenprüfer wurden Walther Rauchenberger und Klaus Hennes.

Zu guter Letzt ergriff Michael Roth das Wort und dankte allen gewählten Funktionsträgern. Er gab derweil ebenfalls zu bedenken, dass die einzelnen Bruderschaften dem Vorstand die Möglichkeit geben sollten, einmal im Jahr an einer Versammlung der Bruderschaften teilzunehmen, um so die Zusammenarbeit und den Austausch zu fördern.

(jlm)