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Eschweiler: Schüler wecken Leselust

Eschweiler : Schüler wecken Leselust

Den Kampf aufgenommen gegen die immer weiter verbreitete Leseunlust haben die 28 Schüler der Klasse 7d des Städtischen Gymnasiums. Mit zahlreichen Aktionen versuchten sie in den vergangenen Wochen, Menschen in die Welt der Fantasie zu entführen.

Dabei standen Lesungen in der Stadtbücherei und im St. Antonius-Hospital genauso auf dem Programm wie eine „Büchertauschbörse” auf dem Schulhof.

Auf eine Zeitreise zurück in das Mittelalter nahmen Karin Loh, Beate Bonneck und Tomek Wawrzyniak ihre Zuhörer nun im Jugendheim St. Peter und Paul mit. Der historische Jugendroman „Schwarzer Valentinstag” von Günther Bentele hat es dem Trio besonders angetan. So beließen es die Schüler nicht bei der Vorstellung des 350 Seiten starken Werkes.

Spannende Szene

Karin Loh gab eine Leseprobe zum Besten, Beate Bonneck und Tomek Wawrzyniak spielten eine spannende Szene nach und auch das Publikum wurde beim Dialoglesen in das Geschehen einbezogen.

Ein Quiz zum Buch, das von der Freundschaft zweier Jungen erzählt, mit der Judenverfolgung im Mittelalter sowie der Pestseuche aber auch sehr ernste Themen behandelt, rundete den Nachmittag ab. „Ich denke, die Geschichte, die vor einem wahren geschichtlichen Hintergrund spielt und sehr spannend erzählt wird, ist für Kinder und Jugendliche ab elf Jahren geeignet”, empfahl Karin Loh.

Sie war beim Stöbern in der Bücherei auf das Buch aufmerksam geworden. „Das Cover stach mir sofort ins Auge”, erinnert sie sich. Ein Hinweis an Gleichaltrige, vielleicht auch einmal den Weg in eine Bücherei zu finden.

„Viel Engagement”

„Die Schüler haben mit sehr viel Engagement das Projekt Leseförderung mitgetragen”, ist Deutschlehrerin Sandra Heidmann begeistert. Auch erste eigene literarische Versuche wurden unternommen. Eine Gruppe der Klasse verfasste eine „Abenteuergeschichte mit Witz”, eine andere nahm ein Hörspiel auf.

„Wir wollten den Menschen möglichst viele Facetten der Literatur näher bringen”, erläutert Sandra Heidmann das Konzept. Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen der Schüler von Erfolg gekrönt werden, und der eine oder andere Indestädter, ob Jung oder Alt, in Zukunft auch einmal zu einem Buch statt grundsätzlich zur Fernbedienung greift.