Eschweiler: Schüler proben kopfüber den Verkehrsunfall

Eschweiler: Schüler proben kopfüber den Verkehrsunfall

Gepflegt mit 300 Stundenkilometern über die Piste rasen, nach einem Überschlag mit dem Auto ohne einen Kratzer aussteigen und völlig nüchtern einen 1,3 Promille-Rausch erleben. Unmöglich?

Im Alltag auf der Straße sicherlich, beim Aktionstag „Verkehrssicherheit” des ADAC auf dem Schulhof des Berufskollegs Eschweiler (BKE) aber zum Glück nur ein fiktives, wenn auch sehr realitätsnahes Erlebnis.

Die gelben Engel hatten einiges im Gepäck, als sie Mittwochmorgen an der August-Thyssen-Straße aufschlugen: einen alten, radlosen Golf, der zum Überschlagsimulator umfunktioniert wurde, Infostände, einen kleinen Parcours, der mit einer so genannten Rauschbrille absolviert werden musste und - als absoluter Hingucker - der ADAC-Event-Truck.

Darin wartete auf die Schüler ein Formel1-Simulator. Eingepferscht im engen Cockpit ging´s virtuell über den Hockenheimring. „Man muss versuchen, die jungen Leute über solch spaßige Elemente zu erreichen”, weiß Marco Wolf vom ADAC Nordrhein. Zusammen mit vier Kollegen vermittelte er aber auch ernste Botschaften: Alkohol und Auto gehören einfach nicht zusammen! Wie sehr die Wahrnehmung und somit vor allem das Reaktionsverhalten eingeschränkt sind, demonstrierte der Verkehrsexperte anschaulich mit einer Rauschbrille, die das Sehvermögen bei 1,3 Promille simulierte.

„Denkt daran: Ihr gefährdet nicht nur euch, sondern auch alle anderen im Straßenverkehr!”, sprach Wolf hunderten Schülern an diesem Morgen ins Gewissen.

Mehr von Aachener Zeitung