Schüleraustausch: Schüler des Berufskollegs Eschweiler besuchen die russische Stadt Pskov

Schüleraustausch : Schüler des Berufskollegs Eschweiler besuchen die russische Stadt Pskov

Im November 2018 besuchte eine Gruppe von 13 Schülern des Polytechnischen Kollegs der Pskover Staatlichen Universität das Berufskolleg Eschweiler. Dabei arbeiten sie zusammen mit Schülern der Höheren Berufsfachschulen für Wirtschaft und Technik an dem Projekt „Mein Zuhause – meine Kultur“. Jetzt fand der Gegenbesuch der deutschen Teilnehmer in Pskov statt, um die kulturellen Besonderheiten Russlands kennenzulernen.

Begleitet von den Projektverantwortlichen Evi Spennes, Michael Joußen und Sarah Schloßmacher flog die deutsche Gruppe nach St. Petersburg. Neben den Erkenntnissen über die deutsche Kultur waren für alle die besonders guten freundschaftlichen Beziehungen und der Zusammenhalt der Gruppe von Bedeutung. Am ersten Tag stand auch noch die Beschäftigung mit der Sprache im Vordergrund. Hier wurde die Jugendsprache in Deutschland und Russland am Beispiel einer Begrüßung und einer Einladung thematisiert – was sicherlich auch für die begleitenden Lehrkräfte zu neuen Erkenntnissen führte.

Die russischen Schüler hatten das Programm unter Anleitung ihrer Projektverantwortlichen Olga Obratneva und Igor Savraev gestaltet. So lernten die deutschen Teilnehmer in einer Stadtführung durch ihre russischen Freunde die Stadt Pskov kennen, die in etwa so groß wie Aachen ist und eine eindrucksvolle Stadtfestung, einen typischen „Kreml“ besitzt.

In der näheren Umgebung führte ein Ausflug zum Kloster Petschory und zur Festung Isborsk, wo sowohl die russisch-orthodoxe Religion als auch das Leben auf dem Lande thematisiert wurden. Dass in den Kirchen für die Frauen eine Kopfbedeckung verpflichtend ist, war für die Eschweiler Schülerinnen eine neue Erfahrung.

Gemeinsam lernte die Gruppe russische Volkslieder und -tänze kennen, um sich in deutsch-russischen Kleingruppen mit weiteren Besonderheiten der russischen Kultur zu beschäftigen. Dabei wurde deutlich, dass es „die eine“ russische Kultur gar nicht geben kann, wenngleich es sicherlich einige Gemeinsamkeiten zwischen den Volksgruppen gibt.

Nächstes Projekt 2020

Da bei der Kultur die Essgewohnheiten eine wichtige Rolle spielen, wurde auch gemeinsam in der Kantine gekocht. Unter Anleitung durften die deutschen und russischen Teilnehmer Pelmeni, Blini und Reibekuchen zubereiten.

 Ergänzt wurde der Einblick in die russische Kultur durch einen Besuch in dem neuen Multi-Media-Museum „Russland – meine Geschichte“. Die eindrucksvolle Dokumentation zeigte, wie moderne Museen in der Zukunft den Besuchern die Inhalte in anschaulicher Form nahebringen können.

 Das nächste Projekt ist im November 2020 in Eschweiler geplant. Ermöglicht werden die regelmäßigen Treffen durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, der an dieser Stelle ein besonderer Dank gebührt.

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