„Tag der kleinen Forscher“: Schüler der Don-Bosco-Schule experimentieren mit Gummibärchen, Alginat und Absorbern

„Tag der kleinen Forscher“ : Schüler der Don-Bosco-Schule experimentieren mit Gummibärchen, Alginat und Absorbern

Kinder sind neugierig und wissbegierig. Ideale Voraussetzungen, um als Forscher in Aktion treten zu können. Eine solche Gelegenheit erhielten 22 Schüler der Klasse 2a der Don-Bosco-Schule. Beim „Tag der kleinen Forscher“ war mit Sascha Stein ein Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich in der Grundschule zu Gast, um sich mit den Schülern auf die Spuren von Superabsorbern, Alginat und auch Gummibärchen zu begeben.

„Am Forschungszentrum Jülich beschäftigen sich mehr als 5500 Menschen mit spannenden Ideen und Fragen“, stellte Sascha Stein zum Einstieg seinen jungen Zuhörern den Kooperationspartner der Stiftung vor, an dem etwa die Festplatte für Computer entwickelt worden sei. „Mein erster Computer verfügte noch nicht über eine Festplatte. Nach jedem Einschalten musste also alles wieder aufs Neue geladen werden“, machte er deutlich, welchen Fortschritt sinnvolles Forschen bringt.

Um offene Fragen zu beantworten und Ideen zu entwickeln, sei vor allem die praktische Anwendung von entscheidender Bedeutung. Versuche und Experimente lauteten die Zauberworte, die von den Schülern mit großem Enthusiasmus, Interesse und Wissensdurst in die Tat umgesetzt wurden.

So stand zunächst die Frage, wieviel Wasser eine Windel aufsaugen kann, im Mittelpunkt. Die im Vorfeld des Experiments von den Kindern ausgesprochenen Vermutungen reichten von 100 Millilitern bis zu einem Liter. Schätzungen, die sich zunächst als weitaus zu niedrig erweisen sollten: Sorgfältig schütteten die jungen Wissenschaftler Wasser zunächst aus dem Messbecher in die Messzylinder, um die Flüssigkeit anschließend in den Windeln quasi verschwinden zu lassen. Natürlich wurde jeder Schritt genauestens protokolliert, um im Nachhinein die Ergebnisse analysieren zu können.

Ein „Superabsorber“

Überrascht und erstaunt nahmen die Schüler zur Kenntnis, dass beinahe zwei Liter Wasser den Weg in die Windeln fanden, ohne dass Feuchtigkeit nach außen trat. Ein „Superabsorber“ also! Doch was passiert, wenn statt reinem Wasser Salzwasser benutzt wird? Passt im Vergleich zum Wasser mehr, gleich viel oder weniger Salzwasser in eine Windel? Die Vorhersagen schwankten erneut, doch das Resultat war eindeutig: Wesentlich weniger! Doch warum? Wo liegt die Ursache?

„Stellt euch die Windel als das Netz eines Fußballtores vor, in das Fußbälle, die Tropfen reinen Wassers darstellen, hineingeschossen werden. In ein anderes Netz eines Tores kommen dann viel größere und schwerere Medizinbälle, von denen viel weniger in das Netz passen. So verhält es sich auch mit Wasser und Salzwasser. Die Moleküle des Salzwassers sind größer und schwerer. Deshalb kann eine Windel weniger Salzwasser als Wasser aufnehmen“, erklärte Sascha Stein seinen aufmerksamen Zuhörern.

Diese griffen nach einer Pause auch zu Pipetten, um aus Saft Alginatkugeln beziehungsweise -würmchen herzustellen und sich zu guter Letzt der Zusammensetzung von Gummibärchen widmeten, um zu erkennen, dass Gummibärchen im Wasser (und somit auch im Bauch) quellen.

Wissenschaftliche Schlussfolgerung der Jungforscher: Genuss von Gummibärchen in Maßen, nicht in Massen.

(ran)