Eschweiler: Schüler auf den Spuren eines Nazi-Verbechens

Eschweiler: Schüler auf den Spuren eines Nazi-Verbechens

Es ist ein Aspekt der deutschen Geschichte, der selbst in der Fachliteratur oftmals nur als Randnotiz erscheint. Um so erstaunlicher, wenn sich Zehntklässler heute voller Eifer in ein Thema reinhängen, dass bereits vor Jahrzehnten von der Öffentlichkeit totgeschwiegen wurde: Der Überfall der Gewerkschaftshäuser durch Hitlers Helfer am 2. Mai 1933.

Die 10c der Waldschule Gesamtschule Eschweiler nahm an einem bundesweiten Schülerwettbewerb der Gewerkschaftlichen Immobiliengesellschaft für Restitutionsobjekte teil, und stürmte mit ihren Forschungen gleich auf den 2. Platz.

Zusammen mit Lehrerin Ulrike Brings und Referendar Holger Meuter hatten die Nachwuchs-Historiker zuvor ihre Spürnasen entdeckt. Gar nicht so einfach, etwas über Ereignisse in Eschweiler, die mehr als 70 Jahre zurückliegen, herauszufinden.

Doch die Waldschüler ließen nicht locker. Sie fragten nach, bekamen über Leo Braun vom Eschweiler Geschichtsverein weitere Hinweise und landeten schließlich bei Günther Jacquorie. Und so hangelten sie sich von Hinweis zu Hinweis und setzten die Informationen, Artikel, Interviews mit Zeitzeugen schließlich wie ein Puzzle zusammen.

Am Ende ihrer Anstrengungen stand der zehnseitige Beitrag „2. Mai 1933. âHände hoch, Sie sind verhaftet!Ô Hitlers Helfer überfallen die Gewerkschaftshäuser. Ereignisse, Schicksale, Verantwortungen”. Der Jury gefiel die historische Aufarbeitung der Eschweiler Gesamtschüler. Neben einem stolzen Geldpreis für die Klasse bekam jeder Schüler ein Buch geschenkt.

Der Schülerwettbewerb im Netz: http://www.zweiter-mai-1933.de

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