Eschweiler: Schüler auf den Spuren der Lokalpolitik

Eschweiler: Schüler auf den Spuren der Lokalpolitik

Im Rathaus kam es am Donnerstag zu einem ersten Kennenlernen der 15 Schüler fünf weiterführender Schulen und ihrer Mentoren bei der Auftaktveranstaltung von „KidS — Kommunalpolitik in der Schule“. Für sieben Wochen begleiten die Mädchen und Jungen die Ratsmitglieder bei ihren Terminen.

Nach dem gelungenen Auftakt des Pilotprojekts im vergangenen Jahr, startet das KidS-Projekt nun in die zweite Runde und gibt Schülern für sieben Wochen Einblick in die Kommunalpolitik in Eschweiler.

Zur Auftaktveranstaltung im Rathaus begrüßte Jürgen Termath, Leiter des städtischen Jugendamts, sowohl Schüler und Lehrer als auch die Ratsmitglieder und gab das Wort an Nicole Hillemacher-Esser. Diese hatte gemeinsam mit Florian Weyand und Sevil Uzungelis das Projekt KidS in die Hand genommen und mit der mobilen Jugendarbeit im Vorhinein in Schulklassen für eine Teilnahme geworben. Zudem hatte sie auch die Schulleiter kontaktiert und das Projekt von zwei Schulen im vergangenen Jahr auf nun fünf Schulen ausgeweitet.

Letztlich meldeten sich für KidS 15 Teilnehmer der Adam-Ries-Schule, der Bischöflichen Liebfrauenschule, der Realschule Patternhof, des Städtischen Gymnasiums und der Waldschule — Städtische Gesamtschule Eschweiler an.

Nachdem Hillemacher-Esser kurz in das Projekt eingeführt hatte, stellten sich alle Schüler, Ratsmitglieder, Vertreter der Verwaltung und der Schulen vor. Um das Thema Kommunalrecht und grundsätzliche Ratsarbeit näher zu bringen, hielten Désirée Dickmeis und Lisa Jahn einen kurzweiligen Vortrag und involvierten die Zuhörer mit einem Quiz.

Ehe die Schüler erfuhren, wen sie für mehrere Wochen begleiten werden, erklärte Florian Weyand, bei der mobilen Jugendarbeit für politische Beteiligung verantwortlich, den Ablauf des Projekts. In den sieben Wochen werden die Teilnehmer die Kommunalpolitik in der einen Hälfte aus der Sicht der regierenden SPD und in der anderen Hälfte aus der Sicht einer Oppositionspartei — entweder CDU, Die Linke, Piraten, FDP oder Bündnis 90/Die Grünen — erleben. Dabei haben sie die Chance, Rats-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen beizuwohnen und die mit dem politischen Amt ihres Mentors verbundenen Themen und Aufgaben kennenzulernen.

Der sprichwörtliche Seitenwechsel findet dann bei der zweiten KidS-Veranstaltung statt, kurz nachdem das Projekt mit der Ratssitzung am 16. November ihren ersten Höhepunkt findet. Bevor die Jugendlichen per Los ihren Mentor der ersten Hälfte zogen, mussten sie allerdings noch eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, mit der sie sich verpflichteten, keine Informationen weiterzuerzählen, wenn sie von der Regierung in die Opposition oder umgekehrt wechseln.

Dann war es soweit: Per Los erhielt jeder Schüler einen Mentor und im ersten persönlichen Kennenlernen wurden Kontaktdaten und Termine ausgetauscht und abgestimmt. Die Ratsmitglieder berichteten von ihren Aufgaben und Arbeit in den verschiedenen Ausschüssen und Gremien, in denen sie mitwirken. Die Schüler bekamen aber auch Gelegenheit, von sich, ihren Interessen und Hobbys zu erzählen, so dass sich Schüler und Mentor bei ausgiebigen Gesprächen schon ein wenig kennenlernen konnten. Das KidS-Projekt wird nach der letzten Ratssitzung in diesem Jahr am 13. Dezember abgeschlossen.

(mah)