Frührehabilitation im St.-Antonius-Hospital: Schnell zurück nach Hause und in den Job

Frührehabilitation im St.-Antonius-Hospital : Schnell zurück nach Hause und in den Job

Die Erfolgsgeschichte begann 1998, als die Klinik für Fachübergreifende Frührehabilitation und Sportmedizin am St.-Antonius-Hospital ihre Arbeit aufnahm. Als erstes frührehabilitierendes Betreuungsangebot in NRW wurde die Eschweiler Einrichtung von Bund und Land gefördert.

In Deutschland war sie die Dritte ihrer Art. Genau 20 Jahre später wird der runde Geburtstag gefeiert. Wie effektiv eine frühzeitige Rehabilitation in allen Fachbereichen einer Akutklinik ist, hat man im Eschweiler Hospital früh erkannt. „Trotz oftmals schwerwiegender Leiden konnten und können wir nahezu 80 Prozent der Patienten nach Hause entlassen“, sagt Chefarzt Dr. med. Eberhardt Schneider. „Das ist ein Beleg für die Effektivität der Rehabilitationsbehandlung“, sagt der Rehamediziner des St.-Antonius-Hospitals.

Wie kommt es zu diesem Therapieerfolg? Grundlage dafür ist das Behandlungskonzept: Bereits unmittelbar nach der stationären Aufnahme des Patienten in eine der SAH-Fachkliniken erfolgt die Reha-Visite vor Ort. Das betrifft auch die Patienten unmittelbar nach einer Operation oder akut medizinischen Behandlung.

Gemeinsam mit den zuständigen Klinikärzten planen die Reha-Ärzte so frühzeitig die individuelle und fachübergreifende Wiederherstellung des Patienten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

„Die Behandlungsprinzipien von damals gelten auch heute noch“, sagt Schneider im Rückblick. „Unsere frühzeitige Einbindung in die Behandlung des Patienten fördert seine beschleunigte Wiedereingliederung in das häusliche und berufliche Umfeld.“

Die frührehabilitative Betreuung der Patienten erfolgt direkt auf den Stationen der jeweiligen Kliniken. Auf diese Weise soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtert und die intensive Mitbetreuung der Patienten garantiert werden. Außerdem sei der Dialog mit dem Ärzte- und Pflegeteam gesichert.

Seit August 1998 wurden durch die Klinik für Fachübergreifende Frührehabilitation mehr als 8500 Patienten (Stand 2017) behandelt. Darunter befanden sich etwa 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer, 20-Jährige sind ebenso darunter wie betagte Menschen.