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Eschweiler: Scheunenbrand ist nur ein Übungsfall

Eschweiler : Scheunenbrand ist nur ein Übungsfall

Die Blicke der Passanten im City Center schwanken am Freitagabend zwischen Neugier und Skepsis, zwischen Überraschung und Angst.

Denn Feuerwehrwagen stoppen vor der Rathaus-Tiefgarage, eine Drehleiter wird ausgefahren, junge Leute in Feuerwehr-Uniformen rennen hektisch hin und her. Und von überall kommt Wasser.

Was auf den ersten Blick wie ein Noteinsatz bei einem Großfeuer aussieht, stellt sich bei näherem Hinsehen als nicht ganz so dramatisch heraus. Die Jugendfeuerwehr Stadtmitte übte am Freitag auf dem Hof der Familie Adolphs am City-Center den Ernstfall.

„Hier lernen die Jugendlichen, das anzuwenden, was sie in den Theorie- und Praxisstunden bei uns gelernt haben”, erläutert Jugendwart Walter Göldner den Einsatz. Dieser Effekt wurde noch dadurch verstärkt, dass die Jugendlichen bis vor Beginn der Objektübung nicht wussten, was sie erwartet.

Drei Fahrzeuge im Einsatz

Als sie auf dem Hof ankamen, erläuterten die Verantwortlichen den 22 jungen Leuten im Alter von zwölf bis 18 Jahren die Ausgangssituation der Übung: Die Scheune des Bauernhofes brennt und die Flammen drohen, auf das angrenzende Parkhaus überzugreifen. Nach Einsatzbefehl hieß es nun: Die Hydranten finden, die C-Rohre anschließen, Schläuche aufrollen und letztendlich - Wasser marsch. Zwei Löschfahrzeuge und ein Drehleiterfahrzeug waren bei der Übung im Einsatz, damit auch alles so authentisch wie möglich ablief.

Eine gute halbe Stunde dauerte die Übung, bei der die Jugendlichen das Erlernte praktisch anwenden können. Dieses Konzept hat sich bewährt und die Jugendfeuerwehr Stadtmitte kommt bereits seit etlichen Jahren auf den Hof der Familie Adolphs zur jährlichen Objektübung.

Nach getaner Arbeit konnten die Jugendlichen sich dann von der Übung erholen. Gemeinsam mit den Betreuern wurde gemütlich gegrillt.

Wer mitmachen will...

Die Jugendfeuerwehr der Stadt Eschweiler ist immer auf der Suche nach Nachwuchs. Interessierte Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren können freitags ab 18 Uhr zur Wache am Florianweg kommen, wenn sich die Jugendfeuerwehr trifft.