"Saturday Night Fish Fry" und "Quicksteps" mit gemeinsamem Auftritt

Rhythm ’n’ Blues und Ska begeistern Fans : „Saturday Night Fish Fry“ und „Quicksteps“ rocken im Talbahnhof

Beim gemeinsamen Auftritt der Eschweiler Band „Saturday Night Fish Fry“ aus Eschweiler und „Quicksteps“ aus Aachen gewinnen beide neue Fans.

Musikgenerationentreffen, Rock trifft Ska, „Fish ’n’ Quicks“: wie so oft in der Musik macht es die Mischung und die war im Talbahnhof exquisit, als Eschweilers dienstältest Rockformation „Saturday Night Fish Fry“ auf die „jungen Wilden“ in Form der Ska-Combo „Quicksteps“ aus Aachen traf. Heraus kam ein vorzügliches „Ska´n Roll“-Menü, das den Bogen vom stampfenden Gitarrenblues bis hin zum filigranen Ska-Reggae spannte.

„I’m the man“, Wolfgang „Wah Wah“ Wynands ließ an der Spitze seiner „Fish“-Truppe den „Rhythm ’n’ Blues“ freien Lauf. Ausgedehnte Gitarrenläufe, stampfender Bass und eine virtuos von Boris „dem Biest“ Ciszewski gespielte Harp standen für den typischen Sound der Bluesrocker aus der Indestadt, der auch die jüngere Fangemeinde der zweiten Band des Abends, der „Quicksteps“, begeistern sollte.

So wurde zu „Hey Bartender“ und dem Bandnamen Paten stehenden Song von Louis Jordan im Talbahnhof gegroovt, geswingt und getanzt.

Mit Hans Schmitz am Bass und Michael „Stone“ Steinbusch an den Drums verfügt „Saturday Night Fish Fry“ über ihre grundsolide Rhythmusabteilung, die zwar nicht so ausgeprägt und vielstimmig wie die der „Quicksteps“ ist, aber den bluesigen Boden für „Wah Wah“ Wynands prägende Gitarrensoli lieferte. Mit Andreas Steinberg am Keyboard verfügen die „Fische“ über die musikalische Vielseitigkeit, die der Blues für sich beansprucht.

Wenn Eschweilers dienstälteste Rockformation die musikalische Fischbraterei anwirft, wird der Blues so richtig durch den Tonwolf gedreht: Saturday Night Fish Fry sorgen beim „Ska ’n’ Roll“-Musikgenerationentreffen für den erdigen Blues. Foto: Volker Rüttgers

Und dennoch folgt sowohl der „Rhythm ’n’ Blues“ wie auch der in den späten 50ern auf Jamaika geborene Ska mit seinen typischen Reggaerhythmen einer vordergründig immer gleichen Soundstruktur.

Doch eben diese Songfundamente geben den festen Rahmen für Kreativität und Virtuosität, für die die Aachener „Quicksteps“ stehen.

Mit Georg Rouette und Tobi Campmann verfügt die junge Ska-Formation über zwei charismatische Sänger, die den Schwung der Band noch potenzieren. „Blue sky“, „Hey Papa Nova“ und „You just keep driving me mad”, die Songs handeln von den immer Gleichen Themen, die auch den Blues seit Jahrzehnten nähren. Mit ihrer bestens aufgelegten Bläser-Section sorgte die Ska-Musiker für einen angenehmen Soundkontrast am Samstagabend und dürften sicherlich neue Fans unter den Bluesanhängern gewonnen haben.

„Ska ’n’ Roll“, das sicherlich mutige Experiment im Talbahnhof gelang und begeisterte auf der ganzen Linie, hätte aber genauso sicher auch ein größeres Publikum verdient gehabt.  (vr)

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