Sanierung der Turnhalle der Liebfrauenschule kostet 1,3 Millionen Euro

Bischöfliche Liebfrauenschule : Die altehrwürdige Turnhalle wird endlich modernisiert

Knapp eine Million Euro kostet die Grundsanierung der Sporthalle der Bischöflichen Liebfrauenschule, die Jahrzehnte lang einen gewissen Charme versprühte. Die Halle soll noch in diesem Jahr wieder für den Unterricht nutzbar sein.

Sie als (bald ehemals) altehrwürdig zu bezeichnen, ist eine eindeutige Untertreibung. Die Sporthalle im Altbau der Bischöflichen Liebfrauenschule präsentierte sich den Schülerinnen und Schülern seit Jahrzehnten nahezu unverändert: mit einem gewissen Charme – aber den Anforderungen eines modernen Sportunterrichts sicherlich nur bedingt gewachsen. Seit Juni befindet sich die Sporthalle an der Liebfrauenstraße nun auf dem Weg in die Moderne.

Die Sanierung beziehungsweise Runderneuerung ist im vollen Gange und soll während der Herbstferien abgeschlossen werden, so dass die Halle Ende Oktober wieder für den Unterricht in der Unter- und Mittelstufe nutzbar ist.

„Bei der Maßnahme handelt es sich um eine Grundsanierung. Diese beinhaltet unter anderem einen komplett neuen Bodenaufbau mit der Installierung eines Schwingbodens inklusive Fußbodenheizung, einer vollständig überarbeiteten Deckenkonstruktion sowie dem Einbau einer Belüftungs- und Klimaanlage“, erklärt Schulleiter Carsten Gier. Zusätzlich sei das Einsetzen neuer Rundbogenfenster energetisch sinnvoll.

Über Jahrzehnte präsentierte sich die Turnhalle der Liebfrauenschule nahezu unverändert. Foto: Archiv Bischöfliche Liebfrauenschule

Parallel zur Sanierung gehen die Verantwortlichen der Bischöflichen Liebfrauenschule mit der Anschaffung des Cube-Systems auch in Sachen Turn- und Sportgeräte neue Wege: „Die einzelnen Module lassen sich durch ein Stecksystem im Baukastenprinzip quasi unbegrenzt variieren. So können Parcours entstehen, die zur Bewegungsschulung sowie der Verbesserung der Motorik und des Körpergefühls unserer jüngeren Schülerinnen und Schüler beitragen“, erläutert der Schulleiter, der unterstreicht, dass mit Beginn des Schuljahres weitere „Baustellen“ innerhalb des Gebäudes in Arbeit beziehungsweise fertiggestellt seien. „Zu diesen Baustellen zählen die Sanierung der Toiletten im Neubau, die Erweiterung der Chemiesammlung, die Sanierung der Beleuchtung sowie der Akustik in den Fluren, der Ausbau des Netzwerkes in Sachen Digitalisierung sowie die Fortsetzung der Dach- und Sportplatzsanierung“, zählt Schulleiter Gier auf.

Insgesamt seien im zurückliegenden Sommer 1,3 Millionen Euro verbaut worden, wobei die Sanierung der Sporthalle mit knapp einer Million den Löwenanteil beanspruche. „Neben dem Bistum als Schulträger tragen auch der Förderverein sowie die freiwillige Elternhilfe zur Umsetzung der Maßnahmen bei“, betonte der Pädagoge, der sich mit seinen Mitstreitern nun auch dem neu erstellten Brandschutzkonzept widmen wird. „Dieses lässt sich gut in unser Unterrichtskonzept, das zum Beispiel die Einrichtung von Lerninseln auf den Fluren für die Einzel- und Gruppenarbeit vorsieht, einbetten.“

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