Eschweiler: Rudi Bertram: „Integration ist ein kontinuierlicher Prozess”

Eschweiler: Rudi Bertram: „Integration ist ein kontinuierlicher Prozess”

Bürgermeister Rudi Bertram und Winfried Effenberg, Leiter der Abteilung für soziale Angelegenheiten, probierten am Dienstag schon einmal aus, wo das Schild angebracht werden könnte, das Effenberg am Montagabend mit aus Berlin gebracht hat. „Ort der Vielfalt” steht darauf. „Wir engagieren uns für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.”

Eschweiler gehörte zu den 93 Kommunen, die von der Bundesregierung für ihren Einsatz gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit geehrt worden sind. „Die Auszeichnung haben wir ja nicht bekommen, weil wir das einmal gemacht haben. Das ist ein kontinuierlicher Prozess”, betont Bertram.

Etwa neun Prozent der 56.000 Eschweiler sind ausländische Mitbürger - ohne die Deutschen mit Migrationshintergrund, die inzwischen auch im Rathaus für eine bunte Vielfalt sorgen. Zehn Prozent der Mitarbeiter der Stadt sind Deutsche mit ausländischen Wurzeln. Winfried Effenberg gerät geradezu ins Schwärmen, wenn er davon erzählt, wie gut Integration hier funktioniert.

Einiges von dem, was Eschweiler - Stadt und Bürgerinitiatven - getan hat: 1996 gründete sich die Initiative gegen Neofaschismus, seit 2000 heißt es „Eschweiler hat keinen Platz für Rassismus”, 2008 wurden die ersten „Stolpersteine gegen das Vergessen” verlegt. Als erste Stadt in Nordrhein-Westfalen leistete sich Eschweiler einen hauptamtlichen Integrationsbeauftragten; Jürgen Rombach ist inzwischen ein gefragter Mann.

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