Eschweiler: Rippeltipp-Theater verleiht „Schneewittchen” eine besondere Note

Eschweiler: Rippeltipp-Theater verleiht „Schneewittchen” eine besondere Note

Heiho, heiho, wir sind vergnügt und froh - vergnügt und froh war auch die Stimmung bei der etwas anderen Art der Theateraufführung des Gebrüder Grimm Märchens „Schneewittchen”. Das Rippeltip-Theater wurde 1991 gegründet und stand nun zum 18. Mal mit einem Theaterstück für Kinder auf auf der Bühne.

Die böse Königin (gespielt von Heike Böhm), seit jeher die Schönste im ganzen Land, musste nun durch ihren Spiegel (der ein wenig an „Hallo erstmal” Rüdiger Hoffmann erinnerte) erfahren, dass Schneewittchen noch viel schöner war. Eine Haut, so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut und Haar so schwarz wie Ebenholz. Geblendet von der Angst, ihren Rang zu verlieren, schmiedete die Königin einen Plan nach dem anderen, um Schneewittchen (Nicole Sieger) umzubringen. Als der Jäger (Claudia Hartmann) Schneewittchen im Wald erschießen sollte, bat er die schöne Prinzessin zu fliehen

. Hinter den sieben Bergen im Haus der sieben Zwerge fand sie schließlich Unterschlupf. Zuerst in der Annahme, bei den Bewohnern handele es sich um „kleine Kinder”, putzte und räumte Schneewittchen das kleine gemütliche Haus auf.

Der leicht zersträubte Chef, Hatschi, Schlafmütz, Angstbüx, Brummbär, Happy und Seppl fürchteten sich zunächst vor dem unbekannten Eindringling. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten überzeugte die Schönheit und Anmut der jungen Frau zumindest sechs der Zwerge auf Anhieb. Der grimmige Brummbär sträubte sich zuerst ein wenig. Doch nach einem Kuss der Prinzessin schloss er sie in sein Herz. Schließlich sorgte er sogar dafür, dass sich all die kleinen Zwerge täglich vor den Mahlzeiten ihre dreckigen Hände wuschen.

Dreimal versuchte die böse Königin indes das arme Schneewittchen in Abwesenheit der Zwerge zu töten. Zuallererst verkleidete sie sich als Mann und erdrosselte Schneewittchen mit einem Gürtel. Brummbär (Gaby Wolters) erkannte die Gefahr und rettete sie. Auch den zweiten Angriff der bösen Königin durch einen vergifteten Kamm konnte Brummbär abwehren. Doch als sich die böse Königin als Hexe verkleidete und Schneewittchen mit einem vergifteten Apfel lockte, konnte auch Brummbär nicht mehr helfen. Schneewittchen verfiel in einen Schlaf-Zustand und konnte nur von „der Liebe erster Kuss” gerettet werden. Die traurigen Zwerge betteten das schlafende Schneewittchen und hatten längst alle Hoffnung verloren, als plötzlich der Prinz vor ihrer Tür stand. Er küsste und rettete Schneewittchen. Zur anschließenden Hochzeit erschien auch die böse Königin, die es immer noch nicht geschafft hatte, Schneewittchen zu töten. Sie sprach einen Zauberspruch aus und eh sie sich versah, trickste sie der achte Zwerg aus und schon war sie ein Frosch.

Seppls großer Auftritt

Ja, genau der achte Zwerg. Immer wieder tauchte er als programmbegleitender Helferling auf und schaffte es durch seine Rettungsaktion endlich in die Gruppe der nun acht Zwerge. Zum Schluss drehte schließlich Seppl (Claudia Sadler) auf: Der stumme Zwerg, der auf einmal losplauderte und kaum zu stoppen war, brachte mit seiner grandiosen Mimik und Gestik jedes Kind und jeden Erwachsenen zum Lachen.