Eschweiler: Rettungspunkte: Damit die Helfer wissen, wo es hingeht

Eschweiler: Rettungspunkte: Damit die Helfer wissen, wo es hingeht

Im Notfall ist man oft auf schnelle Hilfe angewiesen. Voraussetzung ist aber, dass die Rettungskräfte wissen, wo sie gebraucht werden. Das ist im weit verzweigten Wegenetz in der Auenlandschaft an der Inde nicht immer einfach. Durch den Tagebau ist dort eine neue Landschaft entstanden, die sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt hat.

Das Problem ist: Es gibt nur wenige Bezugspunkte wie Wegekreuzungen oder Aussichtspunkte. „Ein Unfall kann immer passieren und schnelle Hilfe mitunter lebenswichtig sein”, weiß Wolfgang Nieveler, der seit 25 Jahren als Sanitäter auf der Rettungswache des Tagebaus arbeitet. Deshalb kam er auf die Idee, ein Netz von Rettungspunkten anzulegen. Ehrenamtlich setzte er sich für die Realisierung ein - mit Erfolg. Entlang des rund zwölf Kilometer langen Wegs von Lamersdorf nach Kirchberg stehen nun durchnummerierte Schilder - die sogenannten Rettungspunkte.

Die Koordinaten sind bei Polizei und Feuerwehr hinterlegt und auf den Leitstellen der Städteregion Aachen und des Kreises Düren sind die Anfahrtswege bekannt, so dass in Zukunft eine schnelle Hilfe möglich ist.

„Dass die Problematik einer genauen Lokalisierung in Notfällen durch die Weitläufigkeit des Gebietes stetig wächst war allen klar”, sagt Wolfgang Nieveler. Daher sei es wichtig gewesen, schnell aktiv zu werden und effektive Maßnahmen umzusetzen.

Da ein Förderverein die Finanzierung des Projektes nicht alleine stemmen konnte, sprang das RWE Companius Programm ein. Unter dem Motto „Menschen machens möglich” fördert es das ehrenamtliche Engagement der RWE-Mitarbeiter.

Am Donnerstag wurden die Rettungspunkte an der Gedächtniskapelle Neu-Lohn offiziell vorgestellt. Artur Oster, Leiter des Tagebaus Inden, zeigte sich von dem Projekt ebenso begeistert wie von dem ehrenamtlichen Engagement seines Mitarbeiters: „Es freut mich sehr, dass bei meinen Mitarbeitern soziale Verantwortung und ehrenamtliches Engagement nach wie vor groß geschrieben werden.”