Solarstrom kein Muss: Ressourcen schonen geht auch per Dämmung

Solarstrom kein Muss : Ressourcen schonen geht auch per Dämmung

Dass Eschweiler als Vorzeigestadt mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde, ist bundesweit bekannt. Ein Preis, hinter dem vielfältige Bemühungen stecken, ressourcen-, umwelt- und klimaschonend zu agieren. Gehört da nicht auch die Stromerzeugung mit Fotovoltaikanlagen dazu?

Bei unserer Berichterstattung über das neue Wohngebiet Ackerstraße fiel einer Leserin auf, dass dort kein einziges Hausdach Solarzellen trägt. Ihre Frage: „Könnte, nein, müsste die Politik nicht eingreifen und etwa den jungen Hausbauern anbieten, anstatt der Grunderwerbssteuer eine Solaranlage aufs Dach zu bringen?“

Rechtlich hat die Stadt da kaum Möglichkeiten. Was nicht heißt, dass das eigentliche Ziel aus den Augen verloren wird. Technischer Beigeordneter Hermann Gödde: „Selbst in den ,Neuen Höfen’, unserer Faktor-X-Siedlung für konsequentes ressourcenschonendes Bauen und Wohnen, zählt nur das Ergebnis.

Wenn die Leute das mit spezieller Dämmung oder mit Luftwärmepumpen erreichen und ihnen eine Solaranlage zu teuer erscheint, ist das in Ordnung. Vorschreiben können wir da nichts.“ Das gilt auch für die geplante Faktor-X-Siedlung am Vöckelsberg. Gödde: „Möglich, dass der eine oder andere Bauherr nach Jahren, wenn er finanziell aus dem Gröbsten heraus ist, doch noch eine Solaranlage installiert, um den Zusatzstrom zu vermarkten.“

(rpm)
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