Eschweiler/Jülich: Reformation: Auf den Spuren von Lukas Cranach

Eschweiler/Jülich: Reformation: Auf den Spuren von Lukas Cranach

Ob nun protestantisch oder nicht, die Reformation war für die deutsche und europäische Geschichte ein einschneidendes Ereignis. .

Deshalb ist die Auseinandersetzung mit ihr für alle historisch Interessierten von Belang. Und keine Frage: Die Reformation war auch eine Medienrevolution und zwar mittels Wort und Bild.

Mit dem Buchdruck konnten sich die Ideen Luthers und anderer Reformatoren rasend schnell verbreiten, die sonst in den Gelehrtenstuben geblieben wären. Neben dem Buchdruck wurde auch das Bild ein zentrales Medium, um die Inhalte der neuen Lehre so zur Sprache zu bringen, dass jeder, auch der des Lesens Unkundige, sie verstehen konnte.

Voller Symbole und Anspielungen sind nicht nur die Flugblätter, sondern auch Altarbilder und Buchmalereien. Insbesondere die Cranach-Werkstatt kann in gewisser Weise als eigene Hauptgestalt des Reformationsgeschehens gesehen werden.

Flugblätter und Konfessionsbilder

In diesem Jahr feiert Lukas Cranach d.J. seinen 500. Geburtstag mit vielen Ausstellungen in Thüringen und Sachsen. Doch nicht jeder Interessierte kann diese Reise antreten. Deshalb holt die Evangelische Erwachsenenbildung nun mit Professor Dr. Athina Lexutt eine profunde Kennerin von der Justus-Liebig-Universität Gießen nach Jülich. Sie wird in ihrem Vortrag wichtige Darstellungen dieser Werkstatt, einige Flugblätter und sogenannte Konfessionsbilder vorstellen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wie das, was die Reformation inhaltlich ausmacht, ins Bild gebracht wurde.

Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag am Mittwoch, 10. Juni, um 18 Uhr, ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30 in Jülich eingeladen. Die Gebühr beträgt fünf Euro. Der Veranstalter bittet um Anmeldung: Telefon 02461/99660 oder per E-Mail: eeb@kkrjuelich.de.