Kinder für Kinder: Redaktion der Sternsinger besucht die Bischöfliche Liebfrauenschule

Kinder für Kinder : Redaktion der Sternsinger besucht die Bischöfliche Liebfrauenschule

„Wir möchten eure Meinung hören, denn ihr seid die Experten!“ Susanne Zander, die ansonsten mit dem Sternsingermobil des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ kreuz und quer durch Deutschland tourt, um Kindern die Arbeit der Organisation näherzubringen, machte am Donnerstagvormittag schnell deutlich, wer bei ihrem Besuch in der Bischöflichen Liebfrauenschule im Mittelpunkt stehen sollte.

Nämlich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5d und 6c. Gemeinsam mit Anne Herter und Andreas Gloge aus der Redaktion des Kinderhilfswerks war die Mitarbeiterin in beiden Klassen zu Gast, um im intensiven Gespräch mit den Mädchen und Jungen zu erfahren, was diese von den Publikationen der Sternsinger halten. Sind Aufmachung und Layout zeitgemäß? Sprechen die gewählten Themen die Kinder und Jugendlichen überhaupt an? So lauteten einige der Fragen, die während des Gedankenaustauschs im Mittelpunkt standen.

Schüler bewerten Magazin

„Wer von euch liest gerade zu Hause ein Buch? Und wie sieht es mit Zeitungen, Zeitschriften, Hörspielen und auch dem Fernsehen aus?“, wollte Susanne Zander zunächst näheres über das allgemeine Medienverhalten der Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d erfahren, bevor es ins Detail ging. Die drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hilfswerks legten den jungen „Kritikern“ Exemplare des Sternsinger-Magazins vor, in dem Themen wie die Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention vor 30 Jahren oder der Umgang mit dem Internet behandelt werden. Die Leser nahmen sich jede einzelne Seite vor und bewerteten diese mit einem (positiven) grünen oder einem (negativen) roten Punkt.

Zur Freude von Susanne Zander, Anne Herter und Andreas Gloge überwogen nach eingehender Prüfung die grünen Punkte eindeutig. Was nicht heißt, dass die Liebfrauenschülerinnen und -schüler alle vorgelegten Beispiele von Publikationen ausschließlich bejubelten. So gingen die Meinungen über zwei Musikvideos durchaus auseinander: Beim Text des Songs „Das singen die Sterne“ gingen zahlreiche Daumen nach oben, in Sachen „Coolness“ hatte aber der in Österreich entstandene „Sternsinger-Rap“ die Nase vorne.

Kontrovers bewertet wurden auch die Reportagen, die einmal den Sternsinger-Empfang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel beziehungsweise den Besuch einer Sternsinger-Redakteurin bei einem Mädchen mit Behinderung zeigten. Letztere Aktion gefiel thematisch. Die Reportage sei „berührend“ gewesen. Der Empfang im Bundeskanzleramt fiel dagegen vom Thema her im Grundsatz durch, wies aber einen anderen positiven Aspekt auf. Im Film traten Kinderreporter auf, während beim Besuch des Mädchens eine erwachsene Frau als Reporterin unterwegs war.

„Kinder für Kinder“

Das Prinzip „Kinder für Kinder“ solle noch mehr in den Vordergrund gestellt werden, so die Meinung der Fünftklässler, die nach getaner Arbeit ein großes Lob von Susanne Zander sowie ihren beiden Mitstreitern erhielten. „Ihr habt uns sehr deutlich eure Meinungen, Eindrücke und Ideen mitgeteilt.

Diese werden nun ausgewertet. „Dann können wir als Kindermissionswerk noch mehr auf das, was euch bewegt, eingehen können“, so der Ausblick von Susanne Zander, die nicht ausschloss, der Bischöflichen Liebfrauenschule einen weiteren Besuch abzustatten. Dann aber mit dem Sternsingermobil, um gleich noch mehr Wissenswertes über die Sternsinger mitzuteilen. Und natürlich auch, um viele Kinder der Schule zum Mitmachen zu animieren.

(ran)
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