Eschweiler: Rechte der Frauen: Thema im Geschichtsunterricht der Liebfrauenschule

Eschweiler: Rechte der Frauen: Thema im Geschichtsunterricht der Liebfrauenschule

Unter der großen Überschrift „Die Menschenrechte in historischer Perspektive“ haben sich die Geschichtskurse der EF der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler unter der Leitung von Susanne Lipps, Rita Weiskorn und Stefan Keutgen in einem projektorientierten Arbeiten mit Frauenrechten weltweit auseinandergesetzt.

Dabei wurden Themenfelder sehr unterschiedlicher Dimensionen bearbeitet, z.B. Genitalverstümmelung und Entwicklung der Frauenrechte in der Bundesrepublik Deutschland. Da Gewalt gegen Frauen und damit einhergehend die Verschmähung von Frauenrechten häufig „mitten unter uns“ geschieht, wurden auch Bereiche betrachtet, die durchaus das Erfahrungsfeld der Schüler betreffen, z. B. sexistische Werbung und häusliche Gewalt. Darüber hinaus wurde die Situation der Frauen in anderen Ländern in den Blick genommen, z.B. Indien und Saudi-Arabien, um konkrete Vergleiche anstellen zu können.

Während der Projektarbeit war die Betroffenheit der Schüler deutlich spürbar, da zum einen vielen Jugendlichen das täglich auch in unserem Land stattfindende Unrecht gegenüber Frauen erstmals bewusst wurde und zum anderen die Dimension des Unrechts sichtbar wurde, die alle Vorstellungskraft übersteigt, so z.B. wenn wir von 200 Millionen Frauen sprechen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind oder von ca. 40 000 Frauen aus Osteuropa, die in Deutschland zur Prostitution gezwungen werden.

Die über vier Unterrichtsstunden herrschende konzentrierte Atmosphäre hat gezeigt, dass ein großes Interesse der Schüler vorhanden war und die Jugendlichen verstanden haben, dass viele der bearbeiteten Themen sie tatsächlich direkt betreffen.

So wie es der Slogan „Because I am a girl“ von Plan International ausdrücke, dürfe die Tatsache, ein Mädchen zu sein, im 21. Jahrhundert nie mehr ein Argument für Unrecht und Diskriminierung von Mädchen und Frauen sein.