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2500 Euro für den Wiederaufbau: Raiffeisen-Bank spendet an den Förderverein Karnevalsmuseum

2500 Euro für den Wiederaufbau : Raiffeisen-Bank spendet an den Förderverein Karnevalsmuseum

„Zesammestonn“ lautete die Überschrift der nun einige Wochen zurückliegenden Karnevals-Session. Und dieses Motto möchten die indestädtischen Fastelovendsjecken in guten wie in schlechten Zeiten in die Tat umsetzen.

Letztere haben die Verantwortlichen des Karnevalsmuseums Eschweiler erlebt, das im vergangenen Jahr durch einen Brand des Nachbargebäudes arg in Mitleidenschaft gezogen wurde und bis auf weiteres geschlossen bleibt.

Am Montagnachmittag konnten sich die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Karnevalsmuseum Eschweiler um den Vorsitzenden Hans Houck und dessen Stellvertreter Jakob Bündgen nun über finanzielle Hilfe freuen: Die Raiffeisen-Bank Eschweiler spendet dem Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tradition und Brauchtum zu pflegen und eine außerordentliche Sammlung karnevalistischer Exponate beherbergt, die Einnahmen aus dem traditionellen Empfang an Weiberfastnacht.

Im Beisein des nun ehemaligen Zeremonienmeisters Pedro und dessen Sohn Matteo Jakob überreichte Sven Rehfisch, Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Bank Eschweiler, einen Scheck über 2500 Euro.

„Licht am Ende des Tunnels“

„Das Feuer hat großen Schaden angerichtet. Wir hoffen, mit der Spende zum Wiederaufbau des Museums, um das uns andere Kommunen beneiden, beitragen zu können und sind davon überzeugt, dass ganz Eschweiler von der Wiedereröffnung profitiert“, erklärte Sven Rehfisch. „Mit der heutigen Scheckübergabe konnte die Raiffeisen-Bank Eschweiler in den zurückliegenden 21 Jahren 44.500 Euro aus den Karnevalsempfängen für gemeinnützige Einrichtungen und Fördermaßnahmen bereitstellen. Diese Tradition möchten wir auch in Zukunft fortsetzen und weitere Projekte unterstützen, die der besonderen Förderung bedürfen“, so das Vorstandsmitglied.

In Sachen Wiederaufbau und Neueröffnung des Karnevalsmuseums äußerten sich die Vertreter des Fördervereins vorsichtig optimistisch. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, berichtete Kassiererin Renate Bündgen. Der Zeitpunkt der Wiedereröffnung sei jedoch noch nicht abzusehen. Alleine das Einräumen der rund 6000 Orden dauere Wochen, wollen sich die Ehrenamtler keinesfalls unter Druck setzen (lassen). Hocherfreut nahmen die Vorständler des Fördervereins dann zur Kenntnis, dass Pedro Mendes beabsichtigt, dem Museum seinen Zeremonienmeisterstab zur Verfügung zu stellen.

Überhaupt zeigte sich der Zeremonienmeister noch ganz im Bann seines Amtes und der Session, die traumhaft verlaufen sei und im Hinblick auf die unzähligen emotionalen Erlebnisse noch nicht vollständig verarbeitet sei.„Das Wochenende in Wattrelos, während dessen sich Eschweiler einmal mehr sehr gut präsentierte, war dann ein weiteres i-Tüpfelchen“, blickte Pedro Mendes wenige Stunden zurück. Nun richtet sich sein Blick und der vieler indestädtischer Fastelovendsjecke aber auf einen weiteren emotionalen Moment in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft: der Wiedereröffnung des Karnevalsmuseums.

(ran)