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Prominente Persönlichkeiten erzählen und diskutieren auf Haus Kambach

Kambacher VIP-Talk : Wo in Eschweiler prominente Persönlichkeiten erzählen

Was Ende der 90er Jahre noch die Kambacher Kamingespräche waren, hat sich mittlerweile zu großen VIP-Gesprächsrunden entwickelt. Wie haben sich die Veranstaltung und der Gedankenaustausch mit prominenten Persönlichkeiten entwickelt?

Besagter Vorläufer – die Kambacher Kamingespräche – fanden damals einmal im Monat in der kalten Jahreszeit auf der Burg von Haus Kambach statt. „Leider haben wir irgendwann mit diesem Format aufgehört. Seit 2014 starten wir aber mit dem Kambacher VIP-Talk neu durch“, erzählt Burghard von Reumont über die Neuauflage.

VIP steht für „very important person“ – auf deutsch heißt das „sehr wichtige Person“ – und bezeichnet damit meist bekannte und prominente Persönlichkeiten. Und diese Persönlichkeiten kommen nach Eschweiler, um zu aktuellen Themen Stellung zu beziehen, Hintergründe zu beleuchten und anschließend mit den Besuchern zu diskutieren.

Burghard von Reumont organisiert die VIP-Gespräche gemeinsam mit Max Krieger und Wolfgang Habedank. Sie finden mittlerweile einmal im Quartal in der Tenne der über 300 Jahre alten rheinischen Wasserburg Haus Kambach in Eschweiler-Kinzweiler statt, und sorgten schon oft für namhaften Besuch in Eschweiler. So waren beispielsweise das „ARD Urgestein“ Werner Sonne, Wolfgang Bosbach von der CDU, FDP-Chef Christian Lindner und die kölschen Kultbands Brings und Bläck Fööss zu Gast, um nur einige wenige Namen zu nennen. „Das hat auch eine besondere Bedeutung für die Stadt Eschweiler“, sagt von Reumont. „So kommen Menschen nach hier, die sonst vielleicht nie die Indestadt besucht hätten.“ Damit seien die Gespräche eine Bereicherung für Eschweiler, und „immer ein Highlight“.

Die Themen, über die gesprochen wird, stammen aus verschiedenen Bereichen wie Gesellschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. „Egal, ob es in Richtung Sicherheit geht, um die Situation der Weltpolitik oder auch kulturelle Themen – es soll stets ein bunter Blumenstrauß aus allen Bereichen sein“, sagt von Reumont.

Kamen zu den damaligen Kamingesprächen noch 40 bis 50 Besucher, sind von Reumont und sein Organisationsteam mittlerweile bei bis zu 160 Teilnehmern. „Dann ist die Hütte aber auch ordentlich voll“, sagt von Reumont.

Eingeladen zu den Gesprächsrunden werden die unterschiedlichsten Redner. Dass es manchmal gar nicht so einfach ist, bekannte und populäre Redner nach Eschweiler zu holen, weiß Burghard von Reumont. „Auf einige mussten wir länger warten, bis wir endgültig eine Zusage erhalten haben“, erinnert er sich. „Aber wen wir einladen, der kommt auch“, sagt er. Am Ende seien aber doch alle Redner zur rheinischen Wasserburg gekommen, die er, Max Krieger und Wolfgang Habedank sich gewünscht hätten. Finanziert werden die Gespräche von Sponsoren, „auch wenn wir teilweise noch Unkosten zu tragen haben“.

Seit dem Neubeginn des Gesprächskreises im Jahr 2014 bis heute sei die Resonanz durchweg positiv gewesen, sagt von Reumont. „Auch planungstechnisch läuft alles nach wie vor sehr gut“, sagt er, und begründet das unter anderem auch mit dem nötigen Know-how, das alle drei Veranstalter in Sachen Organisation besitzen. Außerdem hätten sie alle ein großes Netzwerk, das vieles erleichtere.

„Anregungen zu interessanten Gesprächspartnern nehmen wir immer gerne an“, sagt von Reumont. Beim jüngsten VIP-Talk hatte übrigens der Aachener Karnevalsprinz Martin I. darüber gesprochen, was einen Menschen dazu bewegt, Prinz Karneval zu werden – anlässlich des 160-jährigen Jubiläums des ersten Karnevalsprinzen des Aachener Karnevalsvereins. Wer bei der nächsten Gesprächsrunde das Wort ergreifen wird, „wird noch nicht verraten“.