Eschweiler: Premiere des Generationen-Stammtischs der Frauenunion

Eschweiler: Premiere des Generationen-Stammtischs der Frauenunion

Miteinander reden, sich austauschen, dem Gegenüber zuhören: Fähig- und Tätigkeiten, die im heutzutage oftmals hektischen Alltag sicherlich nicht nur manchmal zu kurz kommen. Die Mitstreiterinnen der Frauenunion (FU) der CDU Eschweiler riefen nun ein Format ins Leben, das unterschiedlichste Menschen zum Gespräch zusammenführen soll.

Alina Marien und Jaqueline Winkler entwickelten die Idee des „Generationen-Stammtischs“, der in diesem Jahr an jedem ersten Mittwoch eines „geraden“ Monats in der Gaststätte „Zur Altdeutschen“ in der Kochsgasse stattfinden wird.

„Jenseits der Parteipolitik“

Nun stieg also die Premiere, bei der unter anderem Sabine Verheyen zu Gast war. Die Abgeordnete des Europaparlaments berichtete unter anderem über ihre Arbeit in Brüssel und Straßburg, legte den Fokus aber in erster Linie auf das (Alltags-)Gespräch mit den weiteren Gästen. „Der Generationen-Stammtisch soll dem Austausch jenseits der Parteipolitik dienen, ohne die Politik auszuschließen“, erklärte die FU-Vorsitzende Renée Grafen zu Beginn der durchaus gut besuchten Premiere.

Vorstellbar für die kommenden Treffen sei es, das eine oder andere Thema vorzugeben. „Generell gehen wir aber davon aus, dass sich Themen aus der Diskussion heraus ergeben“, betonte die Gastgeberin, die erfreut zur Kenntnis nahm, dass bei weitem nicht nur parteipolitisch aktive Christdemokratinnen und Christdemokraten der Einladung gefolgt waren.

So nahm unter anderem Brigitte Averdung-Häfner von der Sensibilisierungsgruppe Eschweiler am Stammtisch Platz. Ebenso mit von der Partie waren Marion Jung und Martina Göbels, die den im vergangenen Jahr gegründeten Verein „Euregio-Aachen-hilft“ vorstellten, dessen Schwerpunkt in der Akuthilfe für Obdachlose und von Armut betroffene Kinder liegt.

„Im Sommer 2017 haben wir begonnen, Obdachlose in Aachen mit Wasser zu versorgen“, blickte Marion Jung auf den „Startimpuls“ der Initiative zurück, aus der im Oktober dann ein eingetragener Verein wurde.

„Im Winter haben wir dann auch an besonders kalten Tagen Nothilfe mit heißen Getränken angeboten. Wir gehen auf die Obdachlosen zu, schmieren Brote, bieten Gespräche an und ermuntern sie, Hilfsleistungen anzunehmen“, ergänzte Martina Göbels. Viele der Bedürftigen seien nicht oder nur unzureichend über vorhandene Angebote, etwa von Seiten der Sozialämter, informiert. Inzwischen suchten die Mitstreiter des noch jungen Vereins deutschlandweit nach Kooperationen.

„In dieser Hinsicht sind wir schon erfolgreich“, konnten die Vertreterinnen von „Euregio-Aachen-hilft“ über die bereits angelaufene Zusammenarbeit mit dem St.-Antonius-Hospital Eschweiler, dem Betlehem-Krankenhaus Stolberg, dem Franziskus- und Luisenhospital Aachen sowie dem Rhein-Maas Klinikum in Würselen berichten. Weitere Informationen über die Tätigkeiten des Vereins sind im Internet unter www.euregio-aachen-hilft.de zu erhalten.

Angeregt gingen die Gespräche am Stammtisch der Frauenunion weiter. Die Bandbreite der Themen reichte von Schule über Erziehung bis zur Ernährung. Eine gelungene Premiere eines Formats, dessen Titel umgesetzt wurde. An Jahren junge Gesprächsteilnehmer(innen) kamen mit jung gebliebenen Großeltern ins Gespräch. „Dies ist das Ziel des Generationen-Stammtischs“, so Renée Grafen, die moniert, dass in der modernen Welt auch eine ganze Menge Wissen verloren gegangen sei.

Die Termine

Die zweite Auflage des „Generationen-Stammtischs“ ist für Mittwoch, 6. Juni, 19 Uhr erneut in der Gaststätte „Zur Altdeutschen“ vorgesehen. Die weiteren Termine bis zum Ende des Jahres lauten 1. August und 5. Dezember. Im Oktober wird voraussichtlich kein Stammtisch stattfinden, da der erste Mittwoch des Monats auf den „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober fällt.

(ran)
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