Pop-Art-Festival in Eschweiler: Sophokles lässt Batman nicht mehr los

Pop-Art-Festival : Sophokles lässt Batman nicht mehr los

Batman, David Bowie, Jimi Hendrix, John Lennon, Donald Duck, Snoopy – sie alle waren beim Pop-Art-Festival in der Herz-Jesu-Kirche dabei. Natürlich nicht leibhaftig! Aber poppig bunt gemalt auf Leinwänden, Holzplatten, Flaggen, auf Stühlen, und sogar auf einem Klavier und einem Fahrrad.

Eine Pop-Art-Präsentation der besonderen Art, die viele Kunstinteressierte neugierig machte und es scharenweise ins Gotteshaus zog. Hier gab es keine Laudatoren, die lange Einführungsreden hielten, sondern viel Kunst, Musik, leckere Salate und Häppchen und sogar eine Erfrischungsbar. „Das ist mal eine tolle Idee, die Kirche für eine solche Ausstellung zu nutzen!“, meinte eine Besucherin, die bereits zwei Exponate erworben und unter den Arm geklemmt hatte. „Hier könnte ich mich stundenlang umsehen und vieles mitnehmen, aber das gibt leider mein Portemonnaie nicht mehr her“, meinte sie lachend.

Ein Geschenk

Auch die ganz Kleinen konnten sich der Faszination der vielen Comic- und Superhelden nicht entziehen. Der zweieinhalbjährige Sophokles ließ eine kleine Leinwand mit einem Batman-Konterfei gar nicht mehr los. Künstler Achim Kegel nahm es mit Humor und schenkte dem kleinen Superhero-Fan das Bild.

Auch Roland Schöneberg, der diese Präsentation initiierte, zeigte sich begeistert. Außergewöhnliche Ausstellungsorte üben auf den Galeristen immer einen besonderen Reiz aus. Schöneberg ist immer auf der Suche, Kunst an- und entsprechend zu „kredenzen“. Als Eschweilers Kulturmanager Max Krieger ihm das ehemalige Gotteshaus in Eschweiler-Ost für seine kulturellen Veranstaltungen anbot, war er direkt „Feuer und Flamme“. Er holte seinen Künstlerfreund Achim Kegel und so entstand die Künstlergruppe Achim Kegel & Friends, die mit rund 70 Exponaten das ehemalige Gotteshaus in Farbe tauchten.

Der kleine Sophokles wollte das Bild von Batman gar nicht mehr loslassen. Foto: ZVA/Irmgard Röhseler

Neben Achim Kegel zeigten Andreas Ganther, Ela Rübenach, Gisela Rabstein und mehr ihre Werke. Ela Rübenach ließ sich von der Künstlerin Niki de St. Phalle inspirieren, die die üppigen Nanas ins Leben rief. Einige „ihrer“ Prachtweiber und außergewöhnlichen Kunstsitze hatte Rübenach mit nach Eschweiler gebracht. Achim Kegel, der sich auf Pop-Art spezialisiert hat, setzte Superhelden, aber auch Jimi Hendrix und vor allem John Lennon farbenprächtig in Szene.

Andreas Ganther ist ein Kölner Künstler, Illustrator und Karikaturist. Sein breites Tätigkeitsspektrum reicht von den bekannten Wimmelbüchern, bis hin zu großflächigen Pop-Art-Bildern. Er hatte von allem etwas dabei.

Galerist Roland Schöneberg initiierte das bunte Pop-Art-Festival in der Herz-Jesu-Kirche. Foto: ZVA/Irmgard Röhseler

Musik vom Feinsten

Gisela Rabstein malt erst seit wenigen Monaten und legt den Fokus ihrer Entfaltung auf Verschmelzung von Kunst und Wahrnehmung. Sie ist angetrieben, ihrem seelischen Empfinden Ausdruck zu verleihen.

Musik vom Feinsten gab es von den Old Abbey Jazz Men, von John F. Ostheide, Hartmut Hermanns, „Way2Radiant“, Violinistin Bärbel Ehlert, Gitarrist Ralf Hohn und „Get Back“, eine Beatles-Tribute-Band. Während der Ausstellung sammelten die Künstler für den guten Zweck und versteigerten auch einige ihrer Bilder. Der Erlös soll krebskranken Menschen zugute kommen. 1200 Euro kamen bei der Versteigerung für den guten Zweck zusammen.

(irmi)
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