Eschweiler: Plätze beim Super-Bingo sind stets schnell ausgebucht

Eschweiler : Plätze beim Super-Bingo sind stets schnell ausgebucht

Mit jeder Zahl wurde es etwas lauter im Speisesaal des Seniorenheims Pro Seniore. „Die hab ich!“, „Die kommt jedes Mal!“ — so oder so ähnlich hörte man das Murmeln in jeder Ecke. Erst die „7“, dann die „44“ und schon hallte der erste Ruf von einem Tisch: „Bingo!“.

Das Super-Bingo in der Seniorenresidenz ist nach elf Jahren zu einer festen Tradition geworden, stellte auch Carola Kischlat von der Residenzberatung fest. Bereits kurze Zeit nach dem Beginn der Anmeldung waren alle 120 Plätze bereits vergeben, rund drei Viertel der Mitspieler waren externe Gäste.

120 Gäste schauten gespannt auf ihre Zahlenkarten. Foto: Christian Ebener

„Treues Publikum“

Zusammen mit ihren Kollegen führte Kischlat locker durch die zahlreichen Spielrunden, die von einer kleinen Pause unterbrochen wurden. „Wir freuen uns über unser treues Publikum“, erzählte Kischlat, die den geselligen Nachmittag gemeinsam mit ihrer Kollegin Brigitte Greven jedes Jahr organisiert. Viele Senioren kennen sich und nehmen Bekannte oder Familie mit, so dass auch der ein oder andere Enkel mit am Tisch saß.

Jeder Teilnehmer erhielt eine Karte mit 15 Zahlen aus dem Bereich 1 bis 90, aus der Lostrommel wurden dann die Zahlen gezogen. Wer zuerst alle Zahlen seiner Karte voll hatte, dessen Name wanderte in die Lostrommel für die Endauslosung. „Keiner geht mit leeren Händen nach Hause“, versprach Kischlat allerdings. Wer nicht das Glück hatte, sich die großen Präsentkörbe zu sichern, sollte noch eine kleine Erinnerung mit nach Hause nehmen. Zur Erfolgsformel gehöre aber ebenso, dass jeder daran teilnehmen kann. Das Spiel schließt keine Mitspieler aus: wo es

Seh- oder Hörbarrieren gab, halfen sich die Mitbewohner gegenseitig aus.

Unmöglich wäre der Nachmittag ohne die vielen Helfer, betonte die Residenzberaterin. Egal ob die Mitarbeiter des Hauses oder die Familienangehörigen von einigen Hausbewohnern — an jeder Ecke wurde mitgeholfen, um alle Gäste zu versorgen und auch mal helfend über die Schulter zu blicken.

Tatkräftige Unterstützung

„Jeder greift mit an“, fasste Kischlat zusammen, denn der Speisesaal musste nach dem Mittagessen und vor dem Super-Bingo umgebaut werden — das ging nur mit tatkräftiger Unterstützung.

Bei den Gästen kommt der Einsatz der vielen Mitarbeiter definitiv an. „Hier bekommt man viel geboten“, so Gertrud Kuck und Käthe Oebel, mit der sie zusammen vom Senioren- und Betreuungszentrum gekommen war, ergänzte: „So haben wir wieder einen schönen Nachmittag.“

„Das ist ja keine Konkurrenz“, sagte Oebel, wobei natürlich der Schuss Ehrgeiz nie fehlen durfte. Wenn schließlich nur noch zwei oder drei Zahlen fehlen, dann fiebert man jeder neuen Ziehung automatisch entgegen.

Dann wurde sich aber schon weder der nächsten Ziehung zugewendet. Schließlich muss der Moderation immer aufmerksam gelauscht werden, damit ja keine Zahl verpasst wird. Erst am späten Nachmittag war dann Schluss, als Glücksfee Brigitte Greven die Gewinner zog. Ein „Bingo!“ war es für alle Beteiligten aber ohnehin schon.

(cheb)
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