Eschweiler: Pfadfinder aus Röhe verbringen spannende Tage im Brexbachtal

Eschweiler: Pfadfinder aus Röhe verbringen spannende Tage im Brexbachtal

Zunächst hielt sich bei den Kindern und Jugendlichen im Pfadfinderstamm Deutschritter aus Röhe die Begeisterung in Grenzen: „Wie soll ich mir denn die Haare föhnen ohne Steckdose?“, „Hier gibt es ja gar keinen Handyempfang“ oder „Kann man uns nicht zum Zeltplatz fahren?“ hörte man da schon vereinzelt, doch das sollte sich im Laufe des Lagers schnell ändern.

Der Zeltplatz Brexbachtal liegt inmitten eines Landschaftsschutzgebietes und das Befahren des Geländes ist nur in Ausnahmesituationen erlaubt. Als Teilnehmer musste man da schon rund 30 Minuten zu Fuß gehen, um den Lagerplatz zu erreichen. Dafür entschädigt die Lagerteilnehmer ein wunderschön natürlicher und ruhiger Zeltplatz. Nachdem die restlichen Zelte (der Vortrupp hatte bereits einiges vorbereitet) am Abend aufgebaut und eingeräumt waren gab es zur Stärkung noch Ravioli, bevor alle müde von der anstrengenden Anreise ins Bett fielen.

Am Samstag verhielten sich die Betreuer irgendwie seltsam. Sie waren eifersüchtig aufeinander, beschimpften beobachteten sich gegenseitig. Doch dies sollte erst einmal nicht davon abhalten, eine kleine Schnitzeljagd über den Zeltplatz zu machen und alles zu erkunden. Es gab ja schließlich unter den 35 Gruppen aus ganz Deutschland und den Niederlanden viel zu entdecken. Man entdeckte sogar einige bekannte Gesichter, bei denen man nicht wusste, dass diese auch über Pfingsten in „Brex“ sind. Wie so oft beeindruckten die vielen unterschiedlichen Lagerbauten, wie Türme, Brücken Tische und Bänke.

Kaum am eigenen Platz zurückgekehrt schon wieder das seltsame Verhalten der Leiter. Eine Leiterin, mit „Presse“ auf dem Hut stehend rief „Eine Leiche, eine Leiche! Ich habe einen Mord entdeckt“. Schnell stürmten alle Teilnehmer zum beschrieben Ort des Geschehens und dann war klar: Es handelte sich um ein Spiel. Jeder Betreuer hatte seine Rolle in diesem Spiel und die Jung-Detektive hatten zur Aufgabe herauszufinden, wer welche Rolle bekleidete und wer letztendlich den Mord begangen hatte. Nach meisterhaften Recherchen und mit vereinten Kräften konnten die Teilnehmer schlussendlich auch das Rätsel lösen.

Traditionell fand dann am Sonntag die Pfingstmesse am Platz statt. Sie ist bei den Pfadfindern immer ein besonderes Erlebnis. Messe einmal ganz anders eben.

Der Sonntag brachte mit viel Sonnenschein die perfekte Gelegenheit für Wasserschlachten und „Planenrutschen“. Trocken bleib dabei niemand. Highlight des Tages waren dann die beiden Programmpunkte, die die Deutschritter gemeinsam mit den Hohensteinern, einer weiteren befreundeten Pfadfindergruppe aus Eschweiler, geplant hatten. Ein Lagerfeuerabend mit viel Gitarrenspiel und Gesang sorgte für eine ausgelassene Stimmung und die Nachtwanderung bleibt bestimmt noch lange in Erinnerung.

Neue Pfadfinder willkommen

Mit dem Abbau und der Abreise war das Lager dann montags schon vorbei und man stellte fest, es war doch gar nicht so schlimm, mal ein paar Tage ohne die Luxusgüter Handy und Strom auszukommen.

Der Pfadfinderstamm Deutschritter der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg ist mit seinen rund 50 Mitgliedern im Stadtteil Röhe ansässig. Bei regelmäßigen Treffen der vier Altersstufen werden gemeinsame Projekte angegangen, viele Spiele gespielt und viel erlebt. An diversen Wochenenden sowie in den Sommerferien geht es gerne mal auf große Reisen.

Wer Interesse hat, an den vielen Erlebnissen teilzunehmen, oder vielleicht auch das Leitungsteam zu unterstützen kann gerne Kontakt aufnehmen: www.deutschritter-roehe.de; https://www.facebook.com/deutschritter; E-Mail: info@deutschritter-roehe.de; Michael Fasch, Telefon 0160/96448486.