Aufruf für ein soziales Europa: Peter Schöner vom Europaverein GPB zu Gast bei Neudrossenfelder Europatagen

Aufruf für ein soziales Europa : Peter Schöner vom Europaverein GPB zu Gast bei Neudrossenfelder Europatagen

„Mein Thema ist das soziale Europa“, lautet sein Credo. Und dafür ist Peter Schöner, Präsident des Europavereins „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft“ (GPB), seit Jahrzehnten unterwegs. Regional, bundesweit und auch international.

Vor wenigen Tagen waren Peter Schöner und die GPB-Geschäftsführerin Annelene Adolphs nun zu Gast bei den 10. Europatagen der Fördergesellschaft für Europäische Kommunikation (FEK) im oberfränkischen Neudrossenfeld, unter anderem, um an der Verleihung der FEK-Europamedaille an Dr. Thomas Zwiefelhofer, ehemaliger Vize-Regierungschef des Fürstentums Liechtenstein, teilzunehmen.

Zuvor war Peter Schöner Teilnehmer einer Podiumsdiskussion, an der sich mit Dr. Ingo Friedrich auch ein stellvertretender CSU-Parteivorsitzender und Ehrenmitglied des Europäischen Parlaments beteiligte. „Dabei stand meiner Meinung nach zunächst das Thema Wirtschaft zu sehr im Vordergrund, während der soziale Aspekt kaum Beachtung fand“, berichtet der GPB-Präsident, der das Wort ergriff, um den Fokus der Gesprächsrunde zu verändern.

Das „soziale Europa“ am Beispiel Griechenlands hielt Einzug in die Diskussionsrunde. „Dringend benötigte Facharbeiter haben Griechenland verlassen, unter anderem, um in Deutschland zu arbeiten. Die medizinische Versorgung ist auch in den Großstädten nicht flächendeckend gesichert“, wies Peter Schöner auf Missstände hin, an denen auch Deutschland nicht schuldlos sei. Mit dem Grundsatz, Fachleute nach Deutschland zu holen, tue man anderen Ländern, die sich im Aufbau befänden, keinen Gefallen. „Dies ist auch ein Kritikpunkt von mir in Richtung der Europäischen Union. Zu viele Dinge werden auf dem Rücken der schwächeren Länder abgeladen“, so Schöner.

(ran)