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Eschweiler: Patient Petersmann ist voll und ganz rentenfähig

Eschweiler : Patient Petersmann ist voll und ganz rentenfähig

Da schlummern doch wahrhaftig schauspielerische Talente in Ludger Petersmann.

Als der Verwaltungschef des St.-Antonius-Hospitals am Freitagmorgen von seinen Mitarbeitern im Foyer überfallartig empfangen und nach eingehender Untersuchung auf seine „Rentenfähigkeit” sofort „notärztlich versorgt” und ins Bett gesteckt wurde, spielte Petersmann sofort mit.

Die Ärzte, Schwestern, Pfleger und Verwaltungsmitarbeiter staunten nicht schlecht, als Petersmann sich spontan ins Bett stecken ließ, ohne Gegenwehr eine (Els)-Infusion über sich ergehen ließ und „Oh leeve Jott, gib mir Schwestern” trällerte.

Anlass der Abschiedsfeier der etwas außergewöhnlichen Art war der bevorstehende Ruhestand des Verwaltungschefs.

Die Mitarbeiter hatten alles bis ins kleinste Detail und minutiös geplant. Während Professor Dr. Carl-Johannes Schuster Ludger Petersmann zu einem angeblichen Termin zu Pastor Peter Müllenborn lockte, liefen auf den Stationen die Drähte heiß. Das „Abschiedsdrama” konnte beginnen...

Kaum hatte Petersmann das Krankenhaus betreten, trat alles, was einen weißen, grünen oder blauen Kittel trägt, in Aktion. Zunächst verlangte das „Notfall-Team” den Personal-Laufzettel von Petersmann zurück, den jeder Mitarbeiter bei Dienstbeginn erhalten hatte. Nachdem „verwaltungstechnisch” alles abgehandelt war, folgte die stationäre Aufnahme, und Petersmann fand sich in einem Bett für Privatpatienten wieder - inmitten von Baulärm, Staubsaugergeräuschen, sägenden Handwerkern, Haferschleim und Chefärzten.

Dessen nicht genug: Mit Infusionsständer und Inhalt begleitete die fröhliche Truppe anschließend ihren Chef nach Hause.