Eschweiler: Ortsbegehung: Schlaglöcher und ein Hundeklo-Konflikt

Eschweiler: Ortsbegehung: Schlaglöcher und ein Hundeklo-Konflikt

Schlaglöcher, Barrierefreiheit, die Verkehrssituation - die Hastenrather Bürger haben einige Anregungen, was in ihrem Ort verbessert werden kann. Auch der Spielplatz soll attraktiver werden.

Jetzt hatte der Ortsverein Süd der SPD die Bewohner Hastenraths eingeladen, an einer Ortsbegehung teilzunehmen, um sich anzuschauen, was in ihrem Stadtteil bisher unbeachtet blieb. Treffpunkt war vor der Kirche, bevor es dann mit dem Rundweg durch das Dorf losging.

Zunächst begrüßte Peter Gartzen, der Ortsvereinsvorsitzende, die Bürger und ging dann mit Ratsfrau Brigitte Priem voran. Erster Halt war der Pfarrgarten, in dem sich ein kleiner Spielplatz befindet. Hier gab es die ersten Vorschläge, das Gelände für die Kinder attraktiver zu gestalten.

Neue Spielgeräte und Platz zum Fußballspielen stehen dabei an oberster Stelle. Ein nicht zu übersehender Mängel: die Sitzgelegenheiten. Stephan Miseré wies auf Schäden hin, die für Kinder Gefahren bergen. So landete der Hastenrather Pfarrgarten als erstes auf der später länger werdenden Liste des Ortsvorsitzenden Gartzen.

Weiter ging es über die Quellstraße bis hin zum Bolzplatz und dem dahinter liegenden Fußballplatz. Beim Thema Bolzplatz waren sich die Anwohner schnell einig: Der bestehende Konflikt zwischen Hundehaltern und spielenden Jugendlichen müsse geklärt werden. Die Wiese dürfe nicht als Hundeklo missbraucht werden und wenn Fußball gespielt werde, hätten die Hunde das Feld zu räumen. „Hierbei muss aber auch an die Bürger appelliert werden”, sagte Brigitte Priem.

„Die Nutzer des Platzes müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen und das Grundstück sauber zu halten.” Was den Fußballplatz angeht, wurde der Wunsch der Hastenrather nach einem Kunstrasenplatz notiert. Die weiteren Punkte, die an diesem Tag betrachtet wurden, bezogen sich auf das Verkehrsnetz. So stehen ein weiterer Zebrastreifen in Höhe der „Quelle” und mehr Parkplätze im Bereich des Langenerf auf der Wunschliste.

Von großen Problemen berichtete auch Bürger Herbert Dohmen. Er ist seit einiger Zeit auf einen „Mobility Scooter” angewiesen und weiß nun, dass manche Teile von Hastenrath nicht barrierefrei sind. „Die Bürgersteige sind hier an vielen Stellen so schmal, dass ich nicht darauf fahren kann oder befürchten muss abzustürzen. Wenn ich aber auf der Straße fahre, ist das viel zu gefährlich, weil die Autofahrer einen zu spät sehen oder so schnell sind, dass es richtig gefährlich wird”, berichtete er. Aber nicht nur für ihn sei das eine brenzlige Situation, auch Familien mit Kinderwagen hätten an diesen Stellen ernste Probleme.

Der Weg führte die Gruppe der Einwohner auch am Bauernhof von Peter Morschel vorbei. Ihn ärgert etwas ganz anderes. Auf einem Weg zu seinem Hof sind etliche Löcher im Boden, die er jedoch nicht selbst zuschütten darf, weil Regenwasser sonst die anliegenden Grundstücke unterspülen würde. Sein Ärgernis ist jedoch, dass von Seiten der Stadt bisher niemand die Schäden beseitigt hat, wie er bemängelt. Auch die Beleuchtung sei an dieser Stelle zu gering und führe zu Unmut.

„Man muss aber immer im Hinterkopf halten, dass wir es in unserem Dorf bereits sehr gut haben. Das müssen wir zu schätzen lernen”, sagte Brigitte Priem. Immerhin sei schon einiges getan worden.

Das neue Halteverbot am Hamicher Weg und der dortige Zebrastreifen sorgen auf jeden Fall bereits für eine Verbesserung der Verkehrslage, so die Bürger. Zudem seien das Neubaugebiet und der Anbau des katholischen Kindergartens richtige Schmuckstücke. „Und eins dürfen wir nicht vergessen: Wir haben eine unglaubliche Aussicht und Verbundenheit mit der Natur”, fügte Brigitte Priem hinzu.