Eschweiler: Orientierungsfahrt: Rücksicht, Verantwortung und Hilfsbereitschaft stärken

Eschweiler: Orientierungsfahrt: Rücksicht, Verantwortung und Hilfsbereitschaft stärken

„Wir werden (eine) Klasse“: Die 5. Klassen der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler begab sich jetzt auf eine Orientierungsfahrt in die Bildungsstätte des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend in Aachen-Brand.

Die Erfahrung von Gemeinschaft, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Verantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen sowie der respektvolle Umgang miteinander auf der Basis eines christlichen Menschenbildes, sind soziale Werte, die im Fokus der Erziehung an der Liebfrauenschule in Eschweiler stehen.

Mit der Orientierungsfahrt der Klassen 5 ging die Liebfrauenschule im vergangenen Jahr neue Wege, sie ist somit die Erweiterung der Besinnungstage der Klasse 9 in Wegberg und der Q2 in der Eifel, die nun zum festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer geworden ist.

Die Idee, solch eine Fahrt unmittelbar nach dem ersten Halbjahr durchzuführen, entstand aus der sogenannten „Orientierungsstunde“. Im Stundenplan aller 5. Klassen ist eine Stunde pro Woche verankert, in der gemeinsam mit den Klassenlehrern Klassenthemen besprochen, Schulfeste und Wandertage vorbereitet sowie kleinere und größere Probleme gelöst werden. Aus dieser pädagogischen Besonderheit, die es an staatlichen Schulen in der Regel nicht gibt, wurde das Konzept entwickelt, gemeinsam auf einer zweitägigen Fahrt das Miteinander in der Klasse zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Gezielt wird die Klassengemeinschaft gefördert und gestärkt. Um eine kindgerechte und fachlich gute Planung und Durchführung zu erzielen, erreichte man seitens der Schule eine Kooperation mit dem katholischen Jugendverband der KSJ (Katholische Studierende Jugend) im Bistum Aachen.

Die Referenten hatten sich im Vorfeld durch Klassenbesuche ein persönliches Bild von den Schülern und deren Motivation sowie von der Zielsetzung mit Blick auf die Klassengemeinschaft verschaffen. Das Programm, das heißt die einzelnen Übungen und Aufgaben, die die Kinder zu bewältigen hatten, waren somit auf die Bedürfnisse der jeweiligen Klasse zugeschnitten.

Die Kinder erlebten zwei spannende und abwechslungsreiche Tage, in denen sie mit Spaß und großem Engagement bei der Sache waren. Das Erlebnis des gemeinsamen Agierens in einer Gruppe, um Herausforderungen durch den Einsatz aller Gruppenmitglieder zu bewältigen, prägte vor allem das emotionale und kognitive Handeln der Kinder.

Nicht nur die erarbeiteten Wandbilder nahmen die Kinder mit nach Eschweiler, vielmehr waren es die nicht greifbaren Erkenntnisse, die auf die Klassengemeinschaft wirkten. Es sind diese positiven Erfahrungen, die nachhaltig Spuren bei den Kindern hinterließen und nun vor Ort von den Klassenlehrern ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Mehr von Aachener Zeitung