Eschweiler/Stolberg: Ordnungsamt nimmt illegales Kasino in Mühle hoch

Eschweiler/Stolberg: Ordnungsamt nimmt illegales Kasino in Mühle hoch

Bei einer gemeinsam durchgeführten Kontrollaktion der Stadt Stolberg und der Polizei Aachen ist in der Nacht auf Dienstag unter anderem ein illegal geführtes Spielkasino im Bereich Mühle entdeckt worden. Mehrere Stunden waren Polizeibeamte und Mitarbeiter der Stadt unterwegs.

„Der Einsatz war aus unserer Sicht sehr erfolgreich“, erklärt Sven Poschen vom Ordnungsamt der Stadt. „In einem Lokal haben wir im ersten Stockwerk den als Spielhalle eingerichteten Raum entdeckt“, sagt Poschen im Gespräch mit unserer Zeitung. Keines der Geräte, die dort aufgestellt waren, sei bei irgendeinem Amt bekannt gewesen. Die Räume seien von den Beamten noch in der Nacht versiegelt worden, der Besitzer muss sich nun auf saftige Strafen einstellen. Wegen fehlender Betriebserlaubnis wurde eine Shisha-Bar im Bereich Mühle geschlossen. „Die Erlaubnis ist dem Betreiber im Juli entzogen worden. Jetzt haben wir die Gaststätte geschlossen“, berichtet Sven Poschen.

In einem anderen Spielkasino stellten die Beamten fest, dass die Sperrzeiten deutlich überschritten wurden. Poschen: „Das Lokal darf nur bis 1 Uhr nachts betrieben werden. Aber um 2 Uhr war dort immer noch etwas los.“ Der Besitzer muss jetzt ein Bußgeld zahlen.

Nach Angaben der Polizei wurden im Rahmen der Großaktion in Stolberg und auch in Eschweiler zahlreiche Personen und Fahrzeuge kontrolliert. Ein per Haftbefehl gesuchter Mann wurde festgenommen, ein weiterer konnte die Vollstreckung des Haftbefehls mit der Zahlung einer Geldstrafe abwenden.

Vier Mal stellte die Polizei Cannabis sicher. Während der Fokus in Eschweiler auf Personenkontrollen lag, ging es in Stolberg vor allem darum, ein Zeichen zu setzen. „Wir hoffen auf die abschreckende Wirkung solcher Aktionen“, sagt Sven Poschen, „auch soll die Bevölkerung erkennen, dass wir ein Auge auf Bereiche wie die Mühle haben.“ Außerdem sei es gerade bei Glücksspielen wichtig, dass diese nicht in irgendwelchen illegalen Hinterzimmerstuben gespielt werden. „Die Suchtgefahr ist da, und das müssen wir im Auge behalten“, erklärt Poschen.

Es sei auch Ziel der Aktion gewesen, Rückzugs- und Anreisewege von Straftätern zu erkennen und zu stören, ergänzt die Pressestelle der Aachener Polizei.

(slg)